Outdoorgruppe: alte Weisheiten – neues Glück!

Durch alle Wetter mit der Outdoorgruppe

Jaja, das Wetter war schon immer das Thema im Tourenalltag – sicher nicht nur bei der Outdoorgruppe. Und das wird es wohl besonders auch in Zeiten des Klimawandels weiterhin bleiben. Viele Jahre war es für uns fast schon ungeschriebenes Gesetz, alle angesetzten Touren auch bei widrigen Wettervorhersagen durchzuführen. Dieser Ruf ist in den letzten Jahren vielleicht etwas ins Wanken geraten. Begleiten wir die Outdoorgruppe doch einmal durch die inzwischen üblichen Wetterkapriolen im Jahreslauf:

Der Winter: Viele von uns können es gar nicht erwarten, bis die ersten Schneeflocken endlich fallen, denn dann heißt es wieder: Langlaufski gewachst und ab in die Loipe. Im seltenen Idealfall ist das schon vor der eigenen Haustür möglich, sonst werden eben Fichtelgebirge, Thüringer Wald, Tschechien oder auch der Alpenraum angesteuert. Auch Tourenski haben viele unserer Mitglieder griffbereit und regelmäßig im Einsatz. Der Abfahrtsski hat etwas an Bedeutung im Winterprogramm verloren, was neben dem häufigen Schneemangel vielleicht auch an den etwas ausufernden baulichen Exzessen des alpinen Skizirkuses liegen mag. Ebenso hat der Iglubaukurs mangels Schnee mehrere Anläufe gebraucht.

Kündigt sich der Frühling an, was gefühlt immer früher im Jahr passiert, stehen immer wieder schöne Tagestouren zu Fuß auf dem Programm. Die Tagesetappen können zwar schon einmal heftiger sein, das leibliche Wohl wird dabei aber kaum mehr aus den Augen verloren – wir sind zwar noch nicht in Rente, aber auch eben nicht mehr die Jüngsten. Regen Zulauf finden immer auch Mehrtagestouren mit inbegriffenem Kulturprogramm. Dabei entdecken wir, je nach Ambition des/r Or ganisators/in, immer wieder neue Ecken im näheren und weiteren Umkreis der Heimat.

Der Sommer ist inzwischen geprägt von eher unzuverlässigen und damit unvorhersehbaren Wetterlagen. Das erfahren wir besonders auf unseren zahlreichen Bergtouren, so sie denn wetterbedingt eben auch stattfinden. Mit allem ist zu rechnen: Aufstiege im Schneetreiben im August, Graupelstürme am Grat und nachfolgend dann wieder pralle Sommerhitze im Sonnenschein. Das ist nie langweilig und kann bei entsprechender Ausrüstung gut ertragen werden. Im Flachland wiederum fehlte uns schon öfters das Wasser in den Flüssen, um angesetzte Paddeltouren auch mit Spaß durchführen zu können. Wenn es dann wieder kommt, ist es oft so viel, dass unsere Paddelkünste für dessen Bewältigung nicht mehr ausreichen würden. Bei den Radtouren gibt es inzwischen Sonderpunkte in der Bewertung, wenn vorherrschende Windverhältnisse bei der Tourenplanung berücksichtigt werden.

Im Herbstprogramm lockt neben letzten Bergtouren auch immer wieder der Ruf des Weines. Und auch im Vorfeld bekanntermaßen schlechte Jahrgänge werden von uns zumindest ausgiebig getestet. Die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres in bunten Weinbergen beim Radeln oder Wandern einzufangen, belebt jährlich zuverlässig noch einmal alle unsere Sinne.

Trotz aller klimatisch bedingten Problemchen sehen wir die Jahreszeiten aber als unsere Freunde, die Kreativität wecken und nicht als die vier natürlichen Feinde, wie sie unserem bevorzugten Mobilitätspartner nachgesagt werden. Denn sehr gerne reisen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unseren Tourenzielen – unser Beitrag gegen den Klimawandel. Das hebt die Laune schon bei der Anreise. Nur wenn das unmöglich ist oder sich zu aufwändig gestaltet nehmen wir PKWs oder dann besser: den DAV-Bus.

Zum Stammtisch, der alle zwei Wochen stattfindet (Ort: siehe http://outdoorgruppe.de/), kommen wir am liebsten mit dem Radel. Neue wetterfeste (Mit)Macher/innen sind jederzeit willkommen. Bei unserem Programm macht uns hoffentlich das Wetter keinen allzugroßen Strich durch die Rechnung.