Informationen zur Außenboulderanlage

ca. 190 m² Boulderfläche

4 Meter Höhe

etwa 70 verschiedene Boulderprobleme in fünf Schwierigkeits-Stufen

große Absprungmatten, keine Crashpads notwendig

Nachtklettern (zu den Öffnungszeiten) möglich durch Ober- und Flutlichtbeleuchtung

Slackline-Anlage auf dem Gelände

Hier noch erste Impressionen (Aufnahmen von Detlev Schagen; zum Vergrößern Anklicken):

Außenboulderanlage Detlev Schagen Außenboulderanlage Detlev Schagen Außenboulderanlage Detlev Schagen

Detlevs Baubericht
Ein Stückchen Fontainebleau in Erlangen
Die Außenanlage ist in Betrieb

Das Sommerhalbjahr 2013 war natürlich geprägt von der Errichtung und Inbetriebnahme unserer neuen Außenboulderanlage. Monatelang haben uns formale und bürokratische Hürden viel Zeit gekostet. Dann war es endlich soweit: Am 12. Juni hat der Bautrupp um den Wandbauer Christoph Bucher begonnen, die ersten Wandelemente auf dem Fundament zu errichten.
Es folgten zwei Wochen Bauzeit, der Einbau der Matten und anschlie ßend das Einschrauben der Boulder. Am 17. Juli konnte die Anlage durch unseren 1. Vorsitzenden Kai Lenfert offiziell für den allgemeinen Kletterbetrieb freigegeben werden.
Wir haben bei der Einrichtung der Boulder ein neues Konzept umgesetzt, wie es in anderen Kletteranlagen schon praktiziert wird. Alle Boulder sind nun definiert durch eine Grifffarbe und zusätzlich durch ein Farbschildchen markiert, das die Schwierigkeitsklasse angibt. Dabei haben wir die Unterstützung eines professionellen Routenbauers in Anspruch genommen.
Wir sind uns natürlich bewusst, dass bei dem einen oder anderen Diskussionsbedarf aufkommen wird, was Qualität und Schwierigkeitsbewertung angeht. Nun ist es ja so, dass das Schwie rigkeits empfinden beim Bouldern noch viel mehr als beim Routenklettern subjektiv geprägt ist. Bei John Gill, dem offiziellen geistigen Vater des Boulderns gab es überhaupt keine Bewertungen und wenn dann nur 3 Stufen: geht gut, geht grad so oder geht gar nicht. Bouldern ist eine begeisternde Spielart des Kletterns und sollte nicht immer bierernst betrachtet werden.
Gleichwohl sind wir natürlich dankbar für Verbesserungsvorschläge und Anregungen aller Art. Lasst es uns wissen, was ihr euch besser oder anders vorstellen könnt.
Das Umschrauben an der Anlage wird öfters im Jahr stattfinden, so dass durch verschiedene Routenschrauber weitere Vielfalt entsteht.
Nachdem uns nun doch ein deutlich größeres Gelände als ursprünglich geplant zur Verfügung steht, können wir auch die vielfach gewünschten Slackline-Strecken im Westen der Anlage mit realisieren. Ein neuer Trend, dem wir gerne nachkommen wollen. Auch ich werde diese neue „Disziplin“ nicht unversucht an mir vorüber ziehen lassen, wenngleich der Trainingsfortschritt da wohl eher ungewiss ist ...
Vielen Dank hier auch an unsere Slackline-Beauftragten Uli Lenk und Tobias Hanika. Tobias wird uns darüber hinaus zukünftig auch als Hallenwart tatkräftig unterstützen.
Die nun auf 700 qm erweiterte Kletterfläche und das größere Gelände machen es leider auch notwendig, die seit vielen Jahren gleich gebliebenen Kostenbeiträge für das Kletterzentrum etwas zu erhöhen. Die Jahreskarte wird nun 140 € kosten, bzw. 115 € für Schüler/Studenten und 80 € für Jugendliche (14–17 Jahre). Die Monatskarte wird auf 35 € angehoben, die Familienkarte auf 180 €.
Der Tageskartensatz und die Zehnerkarte bleiben unverändert. Die neuen Tarife werden ab nächstem Jahr gültig sein. Wir bitten für diese Maßnahme um Verständnis, im Vergleich zu anderen Kletteranlagen sind wir nach wie vor sehr günstig.
Die Stadtmeisterschaften 2014 werden dann auch später im Jahr stattfinden, um die Außenanlage besser mit einbeziehen zu können.
An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an den Projektleiter Detlef Baehr und unsere Geschäftsstellenleiterin Claudia Bezold, die beide hier ein über das normale hinausgehende Engagement dem Verein entgegengebracht haben. Ohne das Mitwirken von engagierten Vereinsmitgliedern wäre der Bau einer solchen Anlage nur schwer umsetzbar.
Kletterturm
Auch am Kletterturm ist wieder gearbeitet worden. Im Sommerhalbjahr sind viele neue Routen durch unsere fleißigen Routenschrauber entstanden.
Leider tritt wieder ein altes Problem auf: Wir brauchen dringend Vereinsmitglieder, die uns ehrenamtlich beim Routenschrauben am Turm oder an der Außenanlage unterstützen. 700 qm Kletterfläche sind für eine Handvoll Rou tenschrauber kaum mehr zu bewältigen, soll doch vor allem an der Boulderanlage öfter umgeschraubt werden, um eine große Vielseitigkeit und mehr Abwechslung bieten zu können. Allein aus quantitativen Gründen ist es daher erforderlich, sich hier Hilfe von außen zu holen.
Je mehr Leistungen von Vereinsmitgliedern selbst erbracht werden, umso geringer ist der kostenträchtige Anteil von außen.
Falls ihr also Interesse an dieser schönen, kreativen Arbeit und vielleicht auch schon ein bisschen Erfahrung habt, meldet euch bei mir oder in der Geschäftsstelle bei Claudia.
Nachdem die Außenanlage weitgehend fertiggestellt ist, gibt es nun Überlegungen, als nächstes Vorhaben die in die Jahre gekommene Boulderhalle einer größeren Renovierung zu unterziehen und durch Umbaumaßnahmen eine zeitgemäße Wand gestaltung zu ermöglichen.
Es gibt also viel zu tun! Die Dynamik in der Entwicklung des Klettersports ist ungebrochen, so dass wir als Verein immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen, die wir auch meistern wollen.
Viele Klettergrüße
Euer Detlev Schagen