Eiskletter-Camp Maltatal

Climb on ice
 
Zu einem viertägigen Eiskletter-Camp brachen Mitte Februar 2006 Mitglieder der DAV-Sektion Erlangen auf. Ziel war das oberkärtnerische Maltatal, das sich in den letzten Jahren zu Recht zu einem Eiskletter-Zentrum entwickelt hat: Ein gefrorener Wasserfall reiht sich in dem unweit Gmünds liegenden Hochtal an den anderen.
 
Zum Einstieg wählten die Erlanger den Hochalmfall, der mit seiner 1. Seillänge eine ideales Trainingsgelände im unteren Schwierigkeitsbereich (WI 2) bietet. Daß die ersten 30 Meter trotzdem nicht zu unterschätzen sind, mußte einer der Teilnehmer schmerzhaft feststellen, als er sich bei seinem Vorstiegsversuch plötzlich am Einstieg wiederfand. Nichtsdestotrotz nahmen die Wagemutigen am nächsten Tag den (rechten) Dreifaltigkeitsfall in Angriff: Zwei Seillängen führten über schönes Kompakteis, das aber schon den dritten Schwierigkeitsgrad erreichte.
Von der gelungenen Besteigung angespornt wandten wir uns dem Nachbarfall zu, der sich über vier Seillängen erstreckt. Ging’s zum ersten Stand noch recht kommod (WI 2), führte der Weiterweg über eine Steilstufe, die mit 3+ bewertet ist. Die nicht viel leichtere Schlußlänge des "Aluhohl" genannten Falls erreichten wir am späten Nachmittag, so dass uns die Dunkelheit in der letzen Abseillänge verschlang.
 
Erschöpft, aber glücklich kehrten wir ins Gästehaus Hubertus zurück, das dem Eiskletter-Freund nicht nur eine gute Unterkunft, sondern auch eine komplett eingerichtete Werkstatt zur Verfügung stellt. Dort feilten die Teilnehmer unter Anleitung der Fachübungsleiter bis spät in der Nacht an ihren Eisgeräten, um für den Schlußtag gewappnet zu sein.
 
Der "Columbus" war angesagt, ein breites, aber auch steiles und bis zu 50 Meter hohes Eisschild. Mit mulmigen Gefühl seilten wir uns am Sonntag morgen über die Routen ab, die nicht unter dem vierten Schwierigkeitsgrad bewertet sind. Mit verschiedenen Übungen feilten wir hier an unserer Technik, bis uns ein Blick auf die Uhr zum Ausstieg zwang. Die sechsstündige Heimreise traten wir mit einem Gedanken an: Wir kommen zurück! (cws)
 
 
 
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