Eiskletterwochenende der Jugendleiter (Januar 2007)

Jugendleiter-Wochenende Januar 2007
Auch dieses Jahr – dem Klimawandel und fehlenden Eise trotzend – machten wir Jugendleiter uns auf, um neue Eiswände zu erklimmen.
 
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wie "oh, meine Sonnenbrille liegt noch daheim" ... "meine auch..." und "Mist, mein Chef gibt mir morgen nicht frei", gelang es Detlef schließlich doch noch, uns alle in den Bus zu packen und – gemeinsam Bilbos Biervorrat vertilgend - Richtung Süden zu fahren.
Da wir bereits daheim in den Plan eingeweiht worden waren, abends noch die 900m zur Hütte aufzusteigen, liefen wir in der Dunkelheit fröhlich los Richtung Rudolfshütte, und liefen, und liefen, und liefen... nun ja, irgendwann kamen wir doch noch an und fielen sogleich über die kalte Platte her, die zu unserer Überraschung auf uns wartete.
Am nächsten Morgen begann dann die große Suche nach dem Eis. Wir wollten unser Glück bei den Eisbodenfällen probieren. Bereits der Weg dorthin endete irgendwann im "Schneerummöhren" und schließlich musste Peter seine Kompetenz im Fixseillegen unter Beweis stellen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sah Detlef sich als den perfekten Abenteuerurlaubsmanager bestätigt. Schließlich kamen wir an unserem Eisfall (oder besser Eisfällchen) im Ödenwinkel an. Dort kletterten wir dann erstmal fröhlich drauf los.
Da wir uns allerdings bereits beim Zustieg verausgabt hatten und der Tag sich schon seinem Ende zuneigte, beschlossen wir bald, den Heimweg anzutreten – fatalerweise über einen anderen Weg, der schon bald an einem reisenden Fluss endete. Nach langer Diskussion stellten wir fest, dass eine Flussüberquerung über zwei wackelige Eisenstangen wohl unsere einzige Möglichkeit sei. Nun traten wir der Reihe nach mutig auch dieses Abenteuer an – bis ich schließlich feststellte dass ich als einzige mit zwei Ski auf dem Rücken und einem Seil in der Hand noch auf der falschen Seite des Flusses stand. Da war mir klar: einer von uns beiden fällt – das Seil oder ich. Ich entschied mich für das Seil, und warf, und ... nachher versicherte Peter uns allen, wie wohltuend eine Kneippkur in Form von Waten durch Eiswasser ist.
Nachdem alle – insbesondere auch das frisch gewaschene Seil – wieder an der Hütte angekommen waren, genossen wir zunächst das reichhaltige Abendessen, das in der Hütte auf uns wartete. Dies gab uns schließlich die Motivation zurück, noch die Indoorkletterwand der Rudolfshütte unsicher zu machen.
Da wir Schneeschuhe und Ski dabei hatten, entschieden wir uns, am nächsten Tag Schneeschuh zu wandern, bzw. zu einer Skitour. Und nach einem schönen, etwas entspannterem Tag mit einer tollen Abfahrt, bzw. einem mühevollen Abstieg, stellten wir fest, dass dieses Wochenende viel zu schnell vergangen war.
Wir bedanken uns herzlich bei den Fachübungsleitern Detlef, Jochen und Peter für dieses tolle Wochenende und die gute Laune, die sie mitbrachten.
Verena Bögelein
 
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