Fachübungsleiter-Treffen 2018

FÜL-Fahrt nach Tambach-Dietharz/Thüringer Wald im Oktober 2018

 

Am 19.10.2018 haben wir, die Mitglieder des Ausbildungsreferats der Sektion Erlangen, einen Ausflug in den Thüringer Wald unternommen. Unser Ziel war klar: Der Falkenstein. Ein Gipfel mit Geschichte: Er misst an der Talseite stolze 96 Meter und wurde 1852 erstmals bestiegen.

Fachübungsleiterwochenende 2018 Mit diesem Vorhaben trafen wir uns in Erlangen, beluden den Vereinsbus mit Ausrüstung und Fahrrädern, und brachen auf. Nach 2h Fahrt erreichten wir das beschauliche Tambach-Dietharz und bezogen unser Quartier: Monte Arturio. Ein kleines, direkt an eine Felswand angebautes Ferienhaus, das durch seine markante Lage (sowie die in die Wohnung integrierte Natur-Boulderwand) einen unverkennbaren Charme besitzt. Nach kurzer Schlafplatzaufteilung brachen wir am Abend auf, um uns unter die Leute zu mischen. In gemütlicher Runde stärkten wir uns bei köstlichem Essen (Thüringer Klöße) für den morgigen Tag.

Fachübungsleiterwochenende 2018 Am nächsten Morgen begannen wir den Tag natürlich mit einem ausgiebigen Frühstück. Bevor wir zum Fels aufbrechen konnten, widmeten wir uns jedoch einigen wichtigen Themen: Kurs- und Ausbildungskonzepte, Material, Feedback von Teilnehmern, etc. Eben alles, was für das Ausbildungsreferat Erlangen wichtig ist und besprochen werden muss. Nach einigen Stunden hitziger Diskussion war es soweit: Aufbruch! Falkenstein! Ruhm und Ehre! Doch noch trennten uns ca. 7 km Waldweg von unserem Ziel, eine aufgrund des Höhenunterschieds von ca 200m und dem beträchtlichen Gewicht nicht zu unterschätzende Distanz. Also sattelten wir die Räder und fuhren unserem Ziel entgegen. Wir trotzten tapfer der Steigung, hielten den Kurs und erreichten schließlich den Falkenstein. Schnell wurden die Räder geparkt, die Ausrüstung zum Fels getragen und Pläne geschmiedet. Die einen trotzdem dem Gipfel auf der hohen Talseite und erklommen klassische Wege wie "Direkte Westwand" und "Falkensteiner Riss", andere zogen sich auf die immer noch 25 Meter messende Bergseite zurück und rückten dem Fels von dort zu Leibe. Kurz vor dem Gipfel erwartete uns ein besonderes Erlebnis: Ein Überfall! Also hinten Fels, vorne Fels, dazwischen eine Kluft. Zur Überwindung dieser Schwierigkeit gibt es nur einen Weg: Beherzt fallen und im richtigen Moment festhalten! Nachdem wir diese Schwierigkeit gemeistert hatten genossen wir das Gipfelerlebnis auf dem höchsten Gipfel des Thüringer Waldes: Ein imposantes Kreuz, tibetische Gebetsfahnen und eine tolle Aussicht. Der Rückzug gestaltete sich denkbar einfach: Da die Bergseite "nur" 25 Meter maß, konnten wir mit einem Einfachseil vom Gipfel direkt auf den vertrauten Boden abseilen. So zog der Tag an uns vorüber, wir kletterten noch einige weitere Routen, unterhielten uns mit einem der Gebietserschließer und machten uns schließlich im Dämmerlicht zurück zu unserer Unterkunft. Den Abend verbrachten wir mit gemeinsamen Grillen, belebten Diskussionen und Pläne schmieden für den nächsten Tag.

Fachübungsleiterwochenende 2018 Wir begannen den nächsten Tag mit einem üppigen Frühstück, der weiteren Besprechung von Themen wie z.B. der engeren Zusammenarbeit zwischen Jugend- und Ausbildungsreferat und übergaben die Wohnung an unseren Vermieter. Nachdem alles aufgeräumt und eingepackt war brauchen wir auf zu unserem nächsten Ziel: Dem Finkenstein. Ein klassischer Fels, der uns im Gegensatz zum alpinen Flair des Falkensteins sofort an das Sportklettern im Frankenjura erinnert hat. Wir fühlten uns gleich heimisch und kletterten einige Routen ("Karussell", "Zarathustra"), die uns entweder von den Locals am Fels empfohlen wurden oder im Kletterführer als besonders lohnend aufgeführt waren. Nach einem gelungenen Klettertag beendeten wir unseren Ausflug mit Kaffee und Kuchen, bevor wir die Rückreise nach Erlangen antraten.

Yannick Stolz

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