Skitouren-Woche Sellrain 2019

Organisation: Norbert Hellpoldt

Im Gegensatz zu den Jahren zuvor gab’s ja diesen Winter in den Bergen Schnee im Überfluss – aber dass wir auch noch eine Woche lang fast jeden Tag Sonnenschein genießen durften, grenzt schon ans Wunderbare. Als wir – Norbert, Jürgen, David und Dieter – im gut gefüllten Opel von David am Sonntag, den 17. Februar 2019 nach St. Sigmund fuhren, sahen wir allerdings, dass südlich des Inntals nicht ganz so viel Schnee lag wie an der Alpennordseite. Und auf unserer Eingehtour, die wir am Nachmittag von Kühtai aus Richtung Grießkogel antraten, merkten wir auch schnell, dass der Schnee schon ein bisschen alt und ziemlich hart war. Dafür konnten wir auf halber Höhe schon mal gemütlich im Gras sitzen. Mit dem erhofften Tiefschneewedeln war’s also nix, aber Lust auf mehr hatten wir trotzdem schon mal gewonnen.

Also gingen wir – nach einer guten Nachtruhe und einem reichlichen Frühstück im Gasthof Ruetz in St. Sigmund – am nächsten Morgen auf unsere erste ‘richtige’ Tour, wieder bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen. Die ersten Höhenmeter bewältigten wir ganz bequem mit dem Auto, aber von dem Weiler Haggen aus stiegen wir dann durch das Kaspestal in südwestliche Richtung auf. Über eine eisige Engstelle ging’s auf den oberen Talboden, und dann rechts ab, zum Schluss ziemlich steil, zum Steintalsattel, knapp 2700 m. Da droben war’ s so einsam, dass wir uns bei der Abfahrt prompt verfranzten. Aber nach einem kurzen erneuten Aufstieg fanden wir doch eine Rinne, die uns auf den Talboden zurückführte.

Am nächsten Tag (19.2.2019) fuhren wir in ein weiteres Seitental, nach Praxmar. Auf breiten und nicht allzu steilen Hängen stiegen wir auf zu einem Berg, der den schönen Namen Zischgelesspitz trägt und 3005 m hoch ist. Bis zum Gipfel schaffte es allerdings nur der David, die übrigen begnügten sich mit der Scharte vor dem Gipfel, nach gut 1200 Höhenmetern Aufstieg. Bei der Abfahrt mussten wir mit wechselnden Schneeverhältnissen zurechtkommen – mal hart, mal weich, mal glatt, mal zerfurcht – aber im Großen und Ganzen kamen wir doch ganz flott herunter.

Der nächste Tag verlief ähnlich, nur dass wir diesmal gleich von unserem Quartier aus losgingen, das Gleirschtal hoch, an der Gleirschalm und der Porzheimer Hütte vorbei. Wie vereinbart gingen Norbert und David diesmal ihr eigenes Tempo und schafften es ein gutes Stück weiter als Jürgen und Dieter – aber gereicht hat es uns allen.

Am 21.2. fuhren wir noch mal nach Praxmar; diesmal hatte Dieter aber seine Langlaufskier dabei und drehte auf dem Fernerboden seine Runden, während die anderen mal eben auf die Lampsenspitze stiegen. Damit es für das verehrte Publikum nicht zu langweilig wird, hier ein paar Bilder vom Fernerboden, denn da gab’s Besonderes zu sehen: den eindrucksvollen Lüsener Fernerkogel . . .  sowie gefrorene Wasserfälle, Eiskletterer und ein richtiges Iglu samt Freizeit-Eskimo.
Am Ende trafen wir uns in Praxmar auf der Terrasse zu Cappuccino & Co.

Um uns den bevorstehenden Abschied zu erleichtern, schickte uns der Wettergott am Freitag dunkle Wolken und einen böigen Nordwind. Wir schafften es trotzdem immerhin bis zur Pforzheimer Hütte, Norbert und David sogar noch ein Stückchen weiter.
Der eiskalte Nordwind blieb uns, aber er hatte die Wolken an unserem letzten Tag (23.2.2019) weggeblasen. An diesem Samstag war allerhand los um Kühtai. Wir kriegten zum Glück noch einen Parkplatz und stiegen auf sonnigen, nicht zu steilen Hängen noch mal auf Richtung Kreuzjochkogel (2746 m). An dem Joch oben war’s knackig kalt beim Abfellen, aber ein Bild von der Karwendel-Kette haben die starren Finger noch hingekriegt.

Und die Heimfahrt verlief auch glatt. Insgesamt ein tolles Erlebnis! Danke fürs Organisieren, Norbert, und fürs Fahren, David! Und für die gute Kameradschaft, alle drei!

D i e t e r

01-Kaspestal-(1) min

08-Iglu-am-Fernerboden-(2)min

00-Eingehtour-bei-Kühtai min2

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