Zufallhütte (2265 m) im Martelltal

Bergriesen, Gletscherbäche und schwindende Gletscher

 

Am Sonntag, den 2. Juli, fuhren wir mit zwei Autos gen Süden, für die Tage im Hochgebirge ausgerüstet mit Rucksack, Bergschuhen und Grödeln. Schnell war unser Gepäck und wir an der Hütte und Ulli, der Hüttenwirt empfing uns gleich mit einem Willkommensschnaps. Die wunderbare Hütte mit super Essen und freundlichem Personal sollte unser Ausgangspunkt für die nächsten Tage sein.

Die schneebedeckten Gipfel um uns herum begeisterten uns sofort! So machten wir uns gleich Montag auf den Weg zum Madritschjoch (3123 m) und von dort weiter zur Hinteren Schöntaufspitze (3325 m). Ein wunderbarer Rundblick belohnte uns und ließ alle Mühen des Aufstiegs vergessen! Abends wurden wir mit einem leckeren 3-Gänge-Menü in der Hütte verwöhnt!

Noch ganz erfüllt und begeistert von den Eindrücken des vergangenen Tages stiegen wir am Dienstag zur Vorderen Rotspitze (3033 m) hinauf. Der letzte Teil des Aufstieges wurde etwas anspruchsvoller, aber die Seilversicherungen halfen uns, vom Gipfel wieder einen unvergessenen Rundumblick auf die verschneiten und vergletscherten Berge zu genießen. Am nächsten Tag dachten wir sehr intensiv an Querbeet: Wir gingen vier Stunden querbeet die Hänge auf und ab, suchten Steinmännchen, die sich irgendwo versteckten! In einem kühlen Bach konnten wir uns dann erfrischen und entdeckten auch eine verfallene Alm. Auf dem Rückweg bewunderten wir den Wasserfall.

Donnerstag stand die Marteller Hütte auf dem Programm und „Tuchfühlung“ mit Eis und Schnee, „Gletscherfeeling“ war angesagt! Erschreckend war, wie weit auch dieser Gletscher sich schon zurückgezogen hat. Über ein Schneefeld ging es zum Fürkelejoch, von dem einige die Sicht zum Nachbartal genießen konnten. Ein gemütlicher Weg zurück ließ uns die intensive farbige Blumenwelt in den Bergen bestaunen. In der Hütte ange kommen überraschte uns Gudrun, die nun doch noch nachgekommen war.

Am Freitag stiegen wir erst zum Parkplatz ab, um über die Peder-Stieralm und die (verfallene) Schildhütte eine Runde zu gehen. Ein Abstecher war zur Kalfanwand (3061 m) möglich mit wieder wunderbarem Blick zu den faszinierenden Gletscher und Schneebergen rings um uns herum.

Am Samstag zerbröselte die Gruppe, drei mussten Abschied nehmen von der wundervollen Bergwelt. Die anderen vier teilten sich auf, erkundeten den Marteller Höhenweg, bzw. bestiegen bei schönem Sonnenschein noch die Madritschspitze!

Leider konnte der „Organisator“ die Tour nicht mitmachen. Dank der tollen Organisation im Vorfeld und der kompetenten Ratschläge des Hüttenwirts Ulli konnten wir bei bestem Wetter wundervolle Tage erleben.

Christine Maier

 
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