Sandlebensräume in und um Erlangen

Sand. Jeder verbindet damit ein besonderes Bild:

 

Erinnerung an den Sandkasten, Sommerabende am „Erlanger Sandstrand“, ein Beach-Volleyball-Feld, Dünen an der Atlantikküste, Sandwüsten in Übersee. Sand ist auch Baustoff. Sand und Kies stehen mengenmäßig an der Spitze des Pro-Kopf-Verbrauches von Rohstoffen in Deutschland. Die Sandgruben im Regnitztal sind Zeugnis der lokalen Gewinnung. Auch Spargelanbau fußt auf Sandböden, ebenso die mit dem Waldumbau selten gewordenen lichten Kiefernwälder rund um Erlangen. Sand ist aber auch der Lebensraum spezialisierter Tiere und Pflanzen, die sich den nährstoffarmen, trockenen und heißen Bedingungen im Sommer angepasst haben. Vor allem die offenen, baumlosen Sandlebensräume sind durch Aufforstung, Verbuschung, Baulandausweisung und Intensivierung rar geworden. Um diese zu erhalten, wurde im Jahr 2000 das Naturschutzprojekt „SandAchse Franken“ ins Leben gerufen. Es betrifft die Sandmagerrasen entlang von Regnitz, Pegnitz und Rednitz und reicht von Bamberg bis Weißenburg und von Höchstadt bis Lauf. Auch im Stadtgebiet von Erlangen ist Sand gegenwärtig. Unter Schutz stehen Sandmagerrasen an der „Riviera“ und „Am Holzweg“, hier als „geschützter Landschaftsbestandteil“. Die Naturschutzgebiete am Exerzierplatz und im Tennenloher Forst sind ebenfalls Sandlebensräume. Und in der Nachbargemeinde Möhrendorf wurde ein Lehrpfad zu den dortigen Sandlebensräumen angelegt, der auch die Wasserschutzgebiete der Stadt Erlangen durchläuft.

Susanne Malik, Naturschutzreferentin

 
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