Runder Tisch – Managementplanung für Natura-2000-Gebiete in der Fränkischen Schw

FFH*-Gebiet Wiesenttal mit Seitentälern, Vogelschutzgebiet, Felsen und Hangwälder in der Fränkischen Schweiz, FFH-Gebiet Ehrenbürg und Katzenköpfe

 

Seit Jahresbeginn lädt das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Bamberg zu Informationsveranstaltungen und Gesprächen am Runden Tisch ein. Der DAV als anerkannter Naturschutzverein ist ebenfalls eingeladen.

Ziel der Veranstaltungen ist, die Kartierungen und die Managementpläne für die Natura-2000-Gebiete (FFH-Gebiete, Vogelschutzgebiete) vorzustellen. Die Fränkische Schweiz ist hier mit mehreren Gebieten in das Netz europaweiter Schutzgebiete eingebunden. Bayernweit sind 11 % der Landesfläche oder 800.000 ha einbezogen, darunter 500.000 ha Waldflächen.

Die Natura-2000-Gebiete verstehen sich als Verbund aus naturschutzfachlich hochwertigen Landschaftsräumen. Ziel ist der Erhalt selten gewordener Lebensräume sowie gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Das Spektrum an Lebensraumtypen und Tierarten ist in Listen als Anhang zu den Verordnungen der Gebiete festgelegt.

Es besteht ein Verschlechterungsverbot, Maßgabe ist der Erhalt oder die Wiederherstellung des sogenannten günstigen Erhaltungszustandes.

Die Managementpläne bewerten den Zustand, verweisen auf Beeinträchtigungen und schlagen in einem Kartenwerk Maßnahmen vor. Bei der Umsetzung der Maßnahmen haben freiwillige Vereinbarungen Vorrang vor hoheitlichen Maßnahmen.

Der DAV setzt sich dafür ein, dass Lenkungsmaßnahmen für den Natursport in die Managementpläne übernommen werden. Beim Ortstermin in Affalterthal am 24. Juni 2016 wurden einzelne Lebensräume der o. g. FFH-Gebiete sowie Tierarten wie die seltene Bechsteinfledermaus vorgestellt; das o. g. Wiesenttal und das Vogelschutzgebiet zählen zu den hochwertigsten Landschaften Nordbayerns, charakteristisch sind die naturnahen (Laub-)Wälder, die von spektakulären Kalk- und Dolomitfelsen durchsetzt sind und die Magerwiesen mit einer Vielzahl an Schmetterlingen und Orchideen. Zum Ende der Veranstaltung war Gelegenheit zur Diskussion und zur Einsicht in die Planunterlagen.

S. Malik, Naturschutzreferentin

* FFH: Fauna-Flora-Habitat

 
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