Naturgenuss in der schönen Hersbrucker Schweiz

Rund um das Falkenberghaus gibt es viel zu entdecken

 

Im großen Gebiet der Fränkischen Alb befindet sich die Hersbrucker Schweiz. Dieses Gebiet ist durchzogen von herrlichen, weiten Mischwäldern, bizarren Dolomitfelsen und Streuobstwiesen. Inmitten dieser vielseitigen Landschaft liegt direkt an dem Flüsschen Pegnitz der Weiler Artelshofen. Das Pegnitztal zeigt sich hier von seiner romantischen Seite, hoch über Artelshofen, liegt unser Falkenberghaus.

Erstmalig wurde Artelshofen 976 als „Ortolzhofen“ erwähnt. Die bayerische Herzogswitwe Wiltrudis hatte dem neu gegründeten Frauenkloster in Bergen bei Neuburg a. d. Donau diesen Ort zugeordnet. 500 Jahre lang kamen und gingen Besitzer und Zugehörigkeiten. Danach kam Artelshofen zu Nürnberg. An diese Zeit erinnern die St. Jakobuskirche und das Schloss. Nürnberger Ratsherren und namhafte Patrizier ließen sich im malerischen Pegnitztal nieder. 1806 wurde Nürnberg und damit auch Artelshofen bayerisch.

Nun möchte ich Euch an dieser Stelle einen Überblick geben über die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in der näheren Umgebung des Falkenberghauses. Ein Gebiet voller Naturschönheiten, so stellt sich die Hersbrucker Schweiz dar.

Unzählige Wanderwege prägen das Gebiet. Für jeden ist etwas dabei: zahlreiche Burgen, Höhlen und Felsgruppen locken die Besucher.

Hartenstein liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Falkenberghauses. Bei einer kleinen Wanderung erreicht man die gleichnamige Burg. Sie wurde um 1250 erbaut. Von den bisherigen Gebäuden stehen nur noch das sogenannte Pallas mit Anbauten, das Torhaus, das Brunnenhäuschen und die kleine Kemenate. In der Burg befinden sich heute eine Dauerausstellung zum Thema „Rittertum in Franken“ und das Restaurant Touché.

Nicht weit vom Falkenberghaus gibt es in der Nähe von Großmeinfeld Interessantes und nicht Alltägliches zu sehen – die Schlangenfichte. Kein Mensch weiß, wie alt sie ist, und auch wie sie entstanden ist, ist ungewiss. Ganz in der Nähe finden sich auch Grabhügel aus der Bronzezeit und, versteckt im Wald, ein stattliches Windloch. Besonders beeindruckend ist der 40 Meter tiefe, schwarze Schlund der Sturzhöhle.

Ebenfalls nicht weit vom Falkenberghaus entfernt liegt der kleine Ort Grünreuth mit seinen nordwestlich gelegenen bewaldeten Felsköpfen. Dort gibt es drei Höhlen auf engstem Raum – die Fechtershöhle, das Pferdsloch und das Mausloch. Denkt bei diesem kleinen Höhlenausflug auch daran, eine Taschenlampe mitzunehmen – man kann sich leicht eine Beule am Kopf holen, sollte man unvorbereitet eintreten. Tunnelartig ist die Fechtershöhle, mit immerhin 38 Metern Länge. Das Pferdsloch hat seinen Namen von dem Pferdeschädel, den man dort gefunden hat. Wie die Fechtershöhle hat auch das Mausloch am Eingang eine Feuerstelle. Bestaunen kann man an der Wand ein Bildnis eines modernen Aktzeichners.

In der Nähe befindet sich das wildromantische Hirschbachtal – ein Wanderparadies für die gesamte Familie. Sehr abwechslungsreich und bizarr ist die Landschaft im engen Tal und auch drumherum. Über 200 km Wege warten auf den Wanderer, darunter ein anspruchsvoller Höhlenwanderweg. Der Weg ist etwa 20 km lang und trifft auf insgesamt 30 Höhlen, von denen nur sieben mit einer Lampe begehbar sind. Beschwerliche Steigungen sind dabei und manche Höhlen können nur kriechend erkundet werden. Es ist hier anzumerken, dass die Höhlen niemals alleine erkundet werden sollten.

Die Umgebung des Falkenberghauses ist ebenfalls bekannt als Klettergebiet. Rund um Velden, Hartenstein und Hirschbach warten eine Vielzahl von Felsen, die bezwungen werden wollen. Hier nur ein paar Beispiele: Von Rupprechtstegen in Richtung Velden liegt der luftig über der Pegnitz gelegenen Kletterfelsen „Roter Fels“. 58 Routen können dort erklettert werden. In der Nähe von Hartenstein findet der begeisterte Kletterer außerdem die „Hartensteiner Wand“. Für den Sommer ist diese im Schatten liegende Wand mit 38 Routen ideal.

Das Hirschbachtal ist ebenfalls ein bekanntes Sportklettergebiet mit zahlreichen Kletterrouten. Das Wahrzeichen ist die Mittelbergwand mit insgesamt 59 Kletterrouten. Bekannte Klettersteige sind der Höhenglücksteig und der Norissteig. Dort befindet sich auch, einmalig in Deutschland, ein eigens angelegter Klettersteig für Kinder – ideal, um Kinder für Klettersteige zu begeistern.

Die Landschaft um Artelshofen bietet sich auch dafür an, die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. Der Pegnitztal-Radweg führt direkt durch Artelshofen. Fahrräder können am Rast-Waggon am Bahnhof in Rupprechtstegen ausgeliehen werden. Mit einem geländetauglichen Fahrrad ist es möglich, direkt vom Falkenberghaus aus zu starten. Die Strecke ist ca. 40 km lang und führt durch enge Täler. Sie ist geprägt von viel Wald und schönen Ausblicken und führt in einer Runde von Hartenstein über Rupprechtstegen, Illafeld, Münzinghofer Gräberfeld, und Velden zurück zum Ausgangspunkt. Bei einer weiteren Tour fährt man hinunter nach Artelshofen, Enzendorf, Neuhaus, Krottensee, Hirschbach, Großmeinfeld und zum Falkenberghaus zurück. Auch diese Strecke ist ca. 40 km lang und verläuft größtenteils durch eine vielfältige Waldlandschaft.

Das Flüsschen Pegnitz eignet sich sehr gut zum Kanuwandern. Gerade im oberen Pegnitztal zeigt sich die Landschaft von ihrer Schokoladenseite. Einstiegsstellen befinden sich nördlich von Lungsdorf und in Rupprechtstegen unterhalb des Bahnhofs. Die Kanutour dauert ohne Pausen ca. 4 Stunden. An fünf Wehren müssen die Boote umgetragen werden. Auch in Artelshofen, gegenüber dem Pechwirt, befindet sich eine Ein- und Ausstiegsstelle.

Diese Ausführungen sind natürlich nur ein kleiner Überblick über die verschiedenen Aktivitäten. Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder habe ich Euer Interesse geweckt? Wollt Ihr diese Unternehmungen auch mal selbst erleben? Dann verbringt doch ein paar erlebnisreiche Tage in unserem schönen Falkenberghaus. Sektionsmitglieder genießen noch bis Ende Oktober 2016 ein Vorbuchungsrecht für eine Reservierung im nächsten Jahr.

Euer Hüttenreferent
Udo Helms

 
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