Am ersten Oktoberwochenende stand für den Nachwuchskader des DAV Erlangen der Abschlusswettkampf der langen Saison auf dem Programm: In Augsburg wurde am Samstag der Overall-Wettkampf Kids Cup Finale für die Altersklassen U11 und U13 ausgetragen. Hierzu konnten sich alle U11- und U13-Athletinnen und -Athleten der Nachwuchswettkampfgruppe qualifizieren. Das ist eine enorme Leistung!
Drei Disziplinen an einem Tag
Das Besondere am Overall-Format: Alle drei Disziplinen – Speed, Lead und Bouldern – werden an einem einzigen Tag im Finalmodus absolviert. Dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend, denn das Ranking kann sich nach jeder Disziplin komplett verändern. Gleichzeitig fordert das Format den jungen Athlet*innen körperlich und mental alles ab: Mit jeder Runde schwinden die Kräfte und kleine Fehler können am Ende entscheidend sein.
Sechs Erlanger*innen stellten sich einer starken Konkurrenz

Speedklettern gehört auch in der U11 und der U13 schon zum Programm: Hier Jonah Schulz.
Für unsere Sektion gingen in der U11 Joshua Riedinger und Ole Kampf an den Start. In der U13 vertraten uns Emma Beck, Isabella Bittorf, Emil Kampf und Jonah Schulz.
In den letzten zwei Jahren wurde die Konkurrenz bei den U11-Jungs sowie in der gesamten Altersklasse U13 ausgesprochen stark. Umso erfreulicher ist es, dass unser Nachwuchskader insgesamt gut mithalten kann. Für die meisten in unserem Team war es das erste Overall Finale in ihrer noch jungen Kletterkarriere – die Aufregung natürlich umso größer.
Lead-Routen im oberen 9. Grad
Für die Altersklasse U13 startete der Wettkampftag im Lead. Hier entwickelte sich ein spannender Wettkampf, bei dem sich unsere Athlet*innen im oberen Mittelfeld platzieren konnten. Eine starke Leistung, weil die Routen laut Routenbauteam im Schwierigkeitsgrad 9 bis 9+ bewegten! Alle Startenden aus Erlangen konnten hier begeistern und bei lautem Anfeuern der mitgereisten Fans Griff um Griff erreichen – ein wahnsinnig guter Start.
Isabella Bittorf stark im Speed
Anschließend ging es in den Speedwettkampf. Hier zeigte Isabella Bittorf einmal mehr, wie stark sie in dieser Disziplin ist. Für das restliche Team lautete die taktische Vorgabe: Im ersten Lauf eine sichere Zeit setzen und im zweiten Lauf volles Risiko gehen. Dieses Risiko gehört im Speed einfach dazu, denn die Konkurrenz ist unglaublich schnell.
Bei Ole Kampf ging die Rechnung auf. Bei Jonah Schulz hingegen führte die offensive Taktik zu einem Fehlstart. Ebenso kam es bei den anderen teilweise zu kleinen Ausrutschern, die sie von der Wand beförderten. Trotzdem mussten alle dieses Risiko eingehen, um überhaupt eine Chance auf eine gute Platzierung zu haben.
Anspruchsvolle Boulder vor allem in der U11

Ole Kampf gibt alles bei den schweren Bouldern der U11.
Im Bouldern warteten anschließend sehr unterschiedliche Herausforderungen auf unser Wettkampfteam. Die U11-Jungs hatten dabei leider Pech: Die Boulder waren teilweise sehr schwer und vor allem mit weiten Zügen gebaut. Sowohl Ole Kampf als auch Joshua Riedinger konnten dadurch keine Punkte erzielen und rutschten im Gesamtklassement deutlich nach hinten.
In der Altersklasse U13 waren die Boulder besser machbar, verlangten den Athlet*innen aber trotzdem alles ab. Gefragt waren verschiedenste Kletterfähigkeiten und Bewegungsformen – von dynamischen Bewegungen und Sprüngen bis hin zu technisch anspruchsvollen und wackeligen Plattenzügen.
Dreimal Top Ten
Das Nachwuchsteam musste gegen sehr starke Konkurrenz antreten und konnte dabei viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Am Ende zeigte sich einmal mehr, wie eng die Leistungsdichte in Bayern inzwischen ist. Mit drei Top Ten Platzierungen darf das Erlanger Team durchaus zufrieden sein:
- Isabella Bittorf (U13): Platz 6
- Emma Beck (U13): Platz 19
- Emil Kampf (U13): Platz 9
- Jonah Schulz (U13): Platz 17
- Ole Kampf (U11): Platz 9
- Joshua Riedinger (U11): Platz 15
Für die Trainer*innen Andi Beck, Milena Krämer und Katharina Plewa bescherte der Wettkampf einen intensiven Tag: Sie hatten alle Hände voll zu tun, die Teilnehmenden in die Isolationen zu begleiten, gleichzeitig draußen die Wettkämpfe zu verfolgen, anzufeuern und natürlich auch Frust wie Freude gemeinsam mit den Kindern zu durchleben.
Ein langer, intensiver und spannender Wettkampftag beendete eine ebenso intensive Kids Cup-Serie – mit vielen starken Leistungen, einigen bitteren Momenten, aber vor allem mit jeder Menge Erfahrungen für die Zukunft.
Es zeigte sich wieder: Wir haben hier ein tolles Team!
Hier geht’s zum offiziellen Nachbericht des Bergsportfachverbands.
Text: Andreas Beck
Fotos: Kroha Fotografie















