Seit dem 19. Juni erwartet die Erlanger Hütte nun ihre Gäste. Hüttenreferentin Antje Hammer berichtet vom Saisonstart.

Kraftwerk läuft – Leitung stabil

Hüttenöffnung 2026: Hüttenreferentin Antje Hammer mit dem Wirtspaar Christian und Anita. Foto: G. Hammer

Hüttenreferentin Antje Hammer mit dem Wirtspaar Christian und Anita.

Bevor die Hütte geöffnet werden konnte, wurde das Kraftwerk in Betrieb genommen. Nach einer Menge Rost kam dann auch Wasser an der Turbine an. Die Leitung vom Wettersee hat den Winter überstanden! Man sieht ihr mittlerweile aber auch von außen an, dass sie in die Jahre gekommen ist.

Da das Fundament im Krafthaus zu stark vibrierte, mussten die Welle von Turbine und Generator gerichtet und das Schwungrad mit zwei Schrauben gewuchtet werden.

Sektionsübergreifende Zusammenarbeit

Ich habe den Saisonstart auf der Rüsselheimer Hütte verbracht. Dort fand ein Treffen der hüttenbetreibenden Sektionen des Pitztals und der Wegegemeinschaft Pitztal (WEPI) statt.

Sie galten lange vielerorts als nahezu ausgerottet, seit einigen Jahren sind Bettwanzen weltweit jedoch wieder auf dem Vormarsch – und machen auch vor den Bergen nicht halt. Plakat: Vera Goldhagen

Hüttenreferent*innen und Wegwart*innen tauschten sich über aktuelle Entwicklungen oder Baumaßnahmen in ihrem Bereich aus und beschlossen gemeinschaftlich beauftragte Wegsanierungsmaßnahmen. Sehr interessant war die Hüttentechnik- Führung.

Bettwanzen-Prävention geht alle an

Ein Thema, das leider auch besprochen werden musste, war die Bettwanzen-Prävention bzw. die Reaktion im Falle eines Befalls.

Die Erlanger Hütte ist zum Glück bisher von den kleinen Blutsaugern verschont geblieben. Damit das möglichst auch weiterhin so bleibt, geben wir Hygienehinweisen für die Übernachtungsgäste über Aushänge in der Hütte.

Winterliche Gefühle

Nach dem WEPI Treffen habe ich natürlich bei Christian und Anita vorbei geschaut. Diesmal ging es über das Tumpental hinauf, eine Variante, die sich mit Übernachtung auf der Armelenhütte sehr gut für einen Anreisetag eignet. Man ist nach zwei bis drei Stunden schon auf 1747 Metern und weg von Hitze und Straßenlärm.

Eigentlich sollte der Aufstieg dann mit einem Bad im Wettersee belohnt werden – doch der war noch mit großen Eisschollen belegt. Aber wenn ich ehrlich bin, ist das Abendessen und die nette Begrüßung unserer Wirtsleute auch Belohnung genug.

Auf eine gute Saison

Die Sektion Erlangen freut sich nun gemeinsam mit Christian und Anita, Stefan, unserem ehrenamtlichen Wegewart, und Antje, der ehrenamtlichen Hüttenreferentin, auf eine entspannte, hoffentlich unwetter- und unfallfreie Saison!

Text und Fotos: Antje Hammer