Quatsch beim Warten auf den Zug: Die DAV-Sommerfreizeit-Kinder mit ihren Betreuer*innen. Foto: C. Häussler

Quatsch beim Warten auf den Zug: Die DAV-Sommerfreizeit-Kinder mit ihren Betreuer*innen.

Eine ereignisreiche und sonnig-heiße Campingwoche durften die Teilnehmenden der DAV-Sommerfreizeit in der ersten Ferienwoche erleben – sportliche Herausforderungen und magische Momente inklusive.

Am Montagmorgen wurde am Parkplatz eine große Runde “Tetris” im Materialbus gespielt, bevor die Fahrt mit Zug und Bus weiterging. Eine Wanderung durch den Wald führte die Gruppe schließlich zum Zeltplatz – unterbrochen von einer stärkenden Picknickpause im Grünen.

Ferienkinder werden zu Fantasy-Helden

Auf dem Weg zum Zeltplatz: Die Kinder der DAV-Sommerfreizeit 2026. Foto: C. Häussler

Auf dem Weg zum Zeltplatz.

Vor Ort fanden wir einen Brief vor: Unsere Hilfe wurde gebraucht! Der Schattenkönig hat die Steine der Erkenntnis gestohlen und unsere Heldentruppe – bestehend aus Elfen, Magierinnen, Zwergen und Kämpferinnen – soll sie zurückholen.

Aber auch Held*innen müssen essen und schalfen, so wurde zunächst das Lager aufgebaut, Teams für die täglichen Aufgaben (wie Kochen oder Spülen) eingeteilt und natürlich die Held*innenrollen festgelegt. Nach leckeren Wraps zum Abendessen startete das große Abenteuer-Rollenspiel, das die Gruppe durch die gesamte Woche begleiten sollte: Die Kids begaben sich auf die Suche nach magischen Würfeln und würfelten ihre Ausrüstung aus.

Der Hitze entfliehen – Helden finden Flaschenpost

Am Dienstag musste eine Abkühlung her. Aufgrund der sommerlichen Hitze wurde die Hälfte des Weges zum Freibad in Gößweinstein entspannt mit dem Bus zurückgelegt. Im Bad warteten nicht nur Badespaß und Abkühlung, sondern auch knifflige Wasserprüfungen, bei denen sich die Kids eine geheimnisvolle Flaschenpost als Belohnung erarbeiteten.

Nach Eis und vielen Henna-Tattoos klang der Tag mit Pizza und Nudeln zum Abendessen aus.

Gruppenaufgabe: Die Held*innen auf der Suche nach den Steinen der Erkenntnis. Foto: C. Häussler

Gruppenaufgabe: Die Held*innen auf der Suche nach den Steinen der Erkenntnis.

Improvisiertes Lagerfeuer - für ein echtes war die Waldbrandgefahr zu hoch. Foto: C. Häussler

Improvisiertes Lagerfeuer – für ein echtes war die Waldbrandgefahr zu hoch.

Auch ein Abenteuer: Sommergewitter im Zelt

Die darauffolgende Nacht brachte ein kraftvolles Sommergewitter mit sich, das alle Kinder in ihren Zelten gut überstanden haben. Nach dem Frühstück forderte das Geländespiel „Magic Shoes“ Stärke und Teamgeist.

Anschließend wanderte die Gruppe zum benachbarten Kletterfelsen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Hannah konnten sich bis zum späten Nachmittag beim Felsklettern und Abseilen ausprobieren sowie ihre Grenzen austesten.

Zurück im Lager wurden ausgediente Kletterseile für kreatives Upcycling genutzt, bevor es Nudeln mit Tomatensoße zum Abendessen gab.

Nachtwanderung mit weiteren spannenden Aufgaben

Ein Höhepunkt der Woche war die Nachtwanderung: Die Gruppe folgte Irrlichtern durch den dunklen Wald und meisterte verschiedene Aufgaben – wie ein Stück alleine zu laufen, sich völlig leise fortzubewegen oder sich blind führen zu lassen. Die Kinder erbeuteten Knicklichter, um sie miteinander zu verbinden, streichelten flauschige „Uschis“ und befreiten schließlich die Irrlichter, die ihnen wichtige Hinweise für die nächsten Aufgaben gaben.

Ein Regenschauer in der Nacht weckte die Betreuungspersonen auf, die in ihren offenen Zelten schliefen und schnell alles sichern mussten. Am Donnerstag teilte sich die Gruppe auf: Ein Teil ging mit Unterstützung von Pequin noch einmal an den Felsen klettern. Der andere Teil widmete sich ausgiebig dem Seil-Upcycling: Aus alten Kletterseilen entstanden zahlreiche Armbänder, Schlüsselanhänger, Schalen, Gürtel und selbstgebastelte „Uschis“.

Reflexion mithilfe der Steine der Erkenntnis

Am Nachmittag gipfelte das Rollenspiel im großen, dramatischen Würfel-Kampf gegen den Schattenkönig und seine zwei Vertreterinnen, welche unsere kleinen Held*innen mit Leichtigkeit besiegen konnten. Nach Nudelsalat und Pfannenbrot zum Abendessen wurde das Lager abgebaut. Den emotionalen Höhepunkt der Woche bildete die Abschlussrunde am improvisierten Lagerfeuer. Hier kamen die vom Schattenkönig befreiten Steine der Erkenntnis zum Einsatz: Sie dienten als Reflexionsimpuls für die Kinder, um mit der Gruppe zu teilen, wann sie in der Woche besonders mutig waren, was sie persönlich mitnehmen und um einer anderen Person aus der Runde Danke zu sagen. Außerdem sollen die Steine die Kids daran erinnern, das sie für Mut, Gemeinschaft und Wissen stehen.

Beim anschließenden Sterneschauen klang der Abend ruhig aus. Am letzten Morgen wurden die Zelte endgültig abgebaut, die Sachen gepackt und der Platz aufgeräumt. Nach einer letzten Wanderung zum Bus ging es mit Bus und Zug zurück zum Zielbahnhof, wo die Kinder wieder von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.

Und noch ein Gruppenfoto zum Schluss: Die Sommerfreizeit des DAV Erlangen war wie immer ein tolles Erlebnis. Foto: C. Häussler

Und noch ein Gruppenfoto zum Schluss: Die Sommerfreizeit des DAV Erlangen war wie immer ein tolles Erlebnis.

Fazit

Eine erlebnisreiche Woche voller Zusammenhalt, neuer Herausforderungen am Fels und magischer Momente, die der Gruppe noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text und Fotos: Charlie Häussler