
Abendstimmung. Foto: Mirjam Sauer
Alle Jahre wieder geht es für uns auf die Erlanger Hütte im Ötztal – als Erlanger JDAV-Gruppe ist das quasi unsere Pflicht, die wir gerne erfüllen. Und dabei erfüllen wir uns auch den Traum eines Hüttenwochenendes auf einer kleinen, urigen Hütte als Startpunkt für großartige Bergtouren und mit noch großartigerem Essen. Also fuhren wir – die Chalk Junkies – vom 7. bis zum 9. August wieder hin, zur Erlanger Hütte. Wie jedes Jahr.
Keine Probleme bei der öffentlichen Anfahrt
Die Anfahrt mit den Öffis verlief – bis auf das frühe Aufstehen – unkompliziert und ohne Probleme. So konnten wir noch vor der großen Mittagshitze den Aufstieg von Umhausen aus antreten. Eine Geschwitzte war es trotzdem!
Nach 1550 Höhenmetern begrüßte uns die Erlanger Hütte mit dem gewohnten Regen, den wir dieses Mal zum Glück von der gemütlichen Stube aus beobachten konnten. Gutes Timing. Bis zum Abendessen wurde gekniffelt, gequatscht und rumgealbert, da kann es in einer Achtergruppe (Meike, Kochi, Alex, Sophia, Miri, Patrick, Lenny, Anna Lynn) schon ganz schön zugehen.

Auf dem Weg von der Erlanger Hütte zum Ludwigsburger Grat. Foto: Anna Lynn Kreder
Über den Ludwigsburger und den Wildgrat
Da wir nur einen vollen Tag auf der Hütte hatten, musste dieser gut genutzt werden! Wie schon letztes Jahr wollten wir über den Schafhimmel den Ludwigsburger Grat überqueren und dann über den Wildgrat wieder zur Erlanger Hütte zurücklaufen. So liefen wir los, im Gänsemarsch die schmalen, steinigen Pfade entlang durch die wunderschöne Landschaft.
Wichtiges Bergwissen: Wann es Zeit ist, umzudrehen
Viele kleine Seen sieht man dort zwischen Grashügeln und ehemaligen Gletschertälern. Beim Ludwigsburger Grat teilten wir uns dann doch auf: Alex, Patrick und Anna Lynn kraxeln wie geplant weiter, der Rest ging den gleichen Weg wieder zurück und machte dennoch eine große Tour. Man muss wissen, wann man besser umdreht. Am Nachmittag trafen wir uns zu Kaltgetränken und Kaiserschmarrn auf der sonnigen Terrasse oder sprangen mutig in den Wettersee direkt bei der Hütte.
Käsespätzle wie bei Oma
Dann kam es endlich, das Abendessen: Da wir fast alle Käsespätzle bestellt hatten, wurde uns eine riesige Schüssel in die Mitte des Tisches serviert. Das weckte einen gewaltigen Ehrgeiz in uns, vor allem in Kochi: Nichts durfte weggeworfen werden, das Essen wurde zum Gruppenprojekt, fast schon zur Teambuilding-Maßnahme. „Wir haben einen Ruf zu verlieren“, hieß es. Den Ruf konnten wir halten, doch unsere Bäuche waren danach so schwer, dass wir erstmal einen Verdauungsspaziergang zum Gletschersee unternahmen und am nächsten Morgen immer noch satt waren. So gehört es sich auf der Erlanger Hütte.
Schon wieder Abschniednehmen
Absteigen wollten wir alle nicht, so schön war die Hütten- und Bergzeit, aber wir kommen ja wieder. Bis zum nächsten Jahr, vielleicht schaffen wir den Aufstieg ja wieder ohne im Regen laufen zu müssen, das war schon edel.

Acht Chalk Junkies besuchten im August die Erlanger Hütte. Foto: Anna Lynn Kreder
Text: Meike Eckert
Fotos: Mirjam Sauer, Anna Lynn Kreder









