Skitour vor traumhafter Kulisse: Erlanger DAVler in St. Antönien. Foto: M. Neumann

Skitour vor traumhafter Kulisse: Erlanger DAVler in St. Antönien. Foto: M. Neumann

Viele Jahre lang haben Holger Heuber und Michael Schuchert für den DAV Erlangen das traditionelle Skitourenwochenende in St. Antönien geleitet. Die Fahrt war stets beliebt, meist schnell ausgebucht, und so manche*r war über viele Jahre hinweg treu mit dabei.

Als Holger und Michael schließlich ihren wohlverdienten Ruhestand verkündeten, stand plötzlich die eine Frage im Raum:

„Wie kommen wir denn nun nach St. Antönien?“

Eine Anfrage bei der Wirtin vor Ort brachte überraschende Klarheit: Das gesamte Haus war weiterhin für die Erlanger Gruppe reserviert – sie hatte schlicht übersehen, dass Michael keine Gruppenfahrt mehr anbieten würde. Ein glücklicher Zufall für uns.

So machten sich kurzerhand elf Mitglieder der Sektion Erlangen auf eigene Faust auf den Weg in die Schweiz. Vor Ort erwarteten uns eine erleichterte Wirtin, traumhaftes Wetter und perfekter Schnee. Unter den Teilnehmenden waren Skitouren-Anfänger, Fortgeschrittene und einige Erlanger Wahlschweizer, die einfach wieder einmal Zeit mit der Sektion verbringen wollten.

Eigenverantwortung und gegenseitiges Vertrauen

Neu war, dass es diesmal keine offizielle Führung gab. Plötzlich war jede und jeder selbst für Entscheidungen verantwortlich. Besonders bei den Anfängern sorgte das anfangs für ein paar Fragezeichen. Doch schnell war klar: Alle waren sich ihrer Verantwortung bewusst – und so verbrachten wir drei wunderbare Tage, an denen wirklich alle auf ihre Kosten kamen.

Wie gewohnt starteten wir am ersten Tag mit dem Chrüx, erklommen am zweiten Tag das Hasenflüeli, teilten uns am dritten Tag in zwei Gruppen auf – eine zum Jägglischhorn, eine zur Rotspitze – und stiegen am letzten Tag noch auf den Eggberg, bevor wir (leider) wieder die Heimreise antreten mussten.

Was bleibt, sind vier herrliche Schnee- und Sonnentage, viele schöne Begegnungen und der Wunsch, auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam nach St. Antönien zu fahren.

Text: Annette Klausmann
Fotos: Martin Neumann