Finaleinzug für Moritz Perwitzschky und insgesamt ein guter Auftritt der Erlanger Wettkampf-Kletter*innen ist von der Süddeutschen Meisterschaft im Bouldern zu verzeichnen. Diese fand am 7. und 8. März in Rosenheim statt.

Moritz Perwitzschky kletterte auf den 8. Platz. Foto: Xaver Quintus
Moritz Perwitzschky – seines Zeichens Trainer des Erlanger Wettkampfteams – war wirklich super gut drauf, boulderte ins Halbfinale und anschließend sogar ins Finale, wo er schließlich den 8. Platz belegte. Komplett zufrieden war er dennoch nicht, da es ihm im Finale nicht gelang, einen Boulder zu toppen – aber das ist wirklich Ärgern auf hohem Niveau, schließlich hat er sich mit dieser Platzierung auch für die Deutsche Meisterschaft im Bouldern qualifiziert.
Auch Kurt Hammer performte extrem gut, schaffte es ins Halbfinale und schrammte mit Platz 11 ganz knapp am Finale vorbei.
Jugend zeigt sich stark
Da es ausschließlich Erwachsenenklassen (Damen und Herren) gab, mussten auch die qualifizierten Jugendlichen gegen deutlich erfahrenere Kletter*innen antreten. Diese Herausforderung haben aber alle mit Bravour gemeistert und landeten in riesigen Startgruppen von 60 (Damen) und 80 (Herren) Teilnehmenden fast alle in der vorderen Hälfte.
Nike Jäger zum Beispiel startete erstmals bei den Erwachsenen und verpasste das Halbfinale um nur einen Platz. „Das war schon schade, aber im Grunde lief es ganz gut.“ Mit Platz 21 hadert sie auf jeden Fall nicht.
„Ich habe mir vorher nicht allzu große Hoffnungen gemacht“, sagt Felix Bezold, der erst seit dieser Saison überhaupt im Wettkampfkader des DAV Erlangen klettert. „Deshalb bin ich mit meiner Leistung (Platz 55) am Ende ganz zufrieden.“
Auch Paula Karrasch (Platz 24) ist zufrieden mit ihrem Ergebnis. „Ich konnte zwei Boulder flashen – das war schon sehr cool.“ Gerade in diesem starken Umfeld, für das ja auch entsprechend geschraubt wird, ist ein Durchstieg auf den ersten Versuch schon bemerkenswert. Dafür waren zwei weitere Boulder so schwer geschraubt, dass Paula hier keine Punkte holen konnte. „Das ging aber vielen so, daher war das nicht so schlimm.“ Sie ärgert sich eigentlich nur über einen Boulder, der sie möglicherweise ins Halbfinale gebracht hätte, wenn sie nicht beim letzten Zug gefallen wäre. „Das war schon sehr ärgerlich. Aber es war sehr knapp und das gibt mir das Gefühl, dass es vielleicht nächstes Jahr klappen kann.“

Einen wirklich guten 11. Platz holte sich Kurt Hammer. Foto: Xaver Quintus
Paula beschreibt die Boulder insgesamt als „sehr cool geschraubt“, wobei sie in der Quali dynamische Züge wie Läufer oder Sprünge vermisst hat. „Das ganze Wochenende war sehr schön – wir konnten dann ja am Sonntag noch Moritz und Kurt im Halbfinale bzw. Finale anfeuern!“
Natürlich haben sie sich auch die Damen angeschaut, bei denen die Boulder im Halbfinale „viel zu hart“ gewesen seien. Man musste keinen der Boulder komplett durchklettern, um ins Finale zu kommen, da die meisten Athletinnen kaum eine Zone holen konnten.
Nicht so glücklich war Julius Schminke (Platz 69) mit seiner Performance, aber es gibt im Sport halt auch mal schlechte Tage.
Stolz sein können alle Erlanger*innen auf jeden Fall auf ihr Teamranking: Platz 6 von 27 teilnehmenden Sektionen kann sich wirklich sehen lassen!
Hier geht es zum offiziellen Nachbericht des Bergsportfachverbands.
Text: Karina Brock / DAV Erlangen
Fotos: Xaver Quintus









