Ein Wettkampf auf gesamtdeutscher Ebene ist immer eine große Herausforderung und nach wie vor eine spannende Sache für unsere jungen Athlet*innen.
Zum 2. Deutschen Jugendcup im Bouldern reisten am 21./22. März Arthur Joly und Johanna Marschall von Bieberstein aus der U15 sowie Nike Jäger, Aurelia Bittorf und Paula Karrasch aus der U17 nach Tübingen.
Es lief nicht perfekt, dennoch brachten die Jugendlichen zwei Top-Ten-Plätze mit nach Hause und sind auf jeden Fall um eine nationale Erfahrung reicher.
Großes Lob an Schraub-Team
Arthur Joly (U15) – der ja vor allem Speed läuft und daher auch viel in dieser Disziplin trainiert, weshalb Lead und Bouldern bei ihm nicht an erster Stelle stehen – holte sich mit Platz 4 die beste Platzierung des Erlanger Teams. „Die Quali lief prima, aber im Finale waren die Boulder schon schwer“, resümiert er. Auf eine Finalteilnahme hatte er im Vorfeld gehofft, dass er dann aber sogar unter den besten fünf landete, überraschte ihn selbst. „Ich bin sehr zufrieden.“
Bei Nike Jäger (U17) lief die Qualifikation richtig gut, „die Boulder waren echt cool geschraubt – vor allem der 2. Finalboulder“. Auch das Finale hat ihr großen Spaß gemacht. Leider fiel sie bei jedem Boulder beim letzten Zug, weshalb es fürs Treppchen nicht reichte. „Aber ich bin wirklich zufrieden, weil ich als 10. ins Finale eingezogen bin und mich dann auf den 7. Platz verbessern konnte.“
Positive Bilanz trotz hinterer Plätze
Aurelia Bittorf ist mit Platz 27 von 30 nicht so richtig zufrieden: „Ich weiß, dass ich es eigentlich besser kann.“ Aber sie bleibt positiv: „Es war besser als letztes Mal.“ Denn beim 1. DJC hatte sie den letzten Platz belegt.
Zudem hatte sie großen Spaß, „die Boulder waren sehr schön und abwechslungsreich geschraubt, es war eine mega coole Erfahrung“. Außerdem nimmt sie Hausaufgaben mit: „Ich weiß, was ich die nächsten Male besser machen kann.“
Paula Karrasch landete einen Platz vor Aurelia und bescheinigt den Schrauber*innen ebenso einen prima Job: „Die Boulder haben richtig Spaß gemacht und waren sehr vielseitig geschraubt – kein Vergleich zur Bayerischen.“ Insgesamt ist sie zufrieden, „auch wenn es etwas besser laufen hätte können“.
Sie freut sich über ihre Erfolge und hadert kaum mit ihrem Abschneiden im hinteren Viertel. „Einen Boulder konnte ich toppen, da er mir sehr lag. Er bestand aus einem Schwinger und war oben raus nochmal etwas kräftig.“ Genau das hatte die Truppe im Training sehr oft wiederholt und war dadurch gut vorbereitet.
Auch andere Herausforderungen ließen die Boulderherzen der Jugendlichen höher schlagen, seien es „Läufer“ oder „Aufsteher“ (wie auch „Schwinger“ benannt nach dem Lösungsansatz: von einem Griff zum nächsten schwingen, laufen oder aufstehen).
Erfolgreiche Erst-Teilnahme
Zum ersten Mal bei einem Deutschen Jugendcup dabei war Johanna Marschall von Bieberstein, die in der U15 antrat. Ihr hat der Wettkampf sehr gut gefallen, die Atmosphäre sei toll gewesen, auch beim Anfeuern der Teamkameradinnen der U17.
„Wir hatten interessante und gute Boulder – ein Top mehr hätte mich ins Finale gebracht, aber ich bin auch so zufrieden.“ Johannas Ehrgeiz ist auf jeden Fall geweckt, sie berührte alle Tops in der Qualifikation, konnte jedoch zwei nicht halten, was ihr am Ende Platz 20 bescherte.
Johanna darf auch am 3. DJC teilnehmen, der am 25. April in Nürnberg stattfindet und ist „voll motiviert“.
Hier geht’s zum offiziellen Nachbericht des Bergsportfachverbands.
Text: Karina Brock / DAV Erlangen
Fotos: Xaver Quintus, Nicolas Joly (Archivbild Paula Karrasch)














