Am vergangenen Wochenende war Jule Breuning wieder mit dem Paraclimbingteam Germany unterwegs: Beim SAC Paraclimbing Cup und Master in Uster in der Schweiz.

Direkt vor dem Wettkampf hat Jule noch eine Tages-Klassifikation für RP1 Damen bekommen, das heißt, sie wurde in die höchste Stufe bei neuroligisch oder physiologisch eingeschränkten Personen eingestuft (hier erfahrt ihr mehr über die Klassifizierungen beim Paraclimbing).

Die Teilnehmer*innen mussten zwei Qualifikationsrouten und eine Finalroute klettern, wobei jeweils die besten drei einer Kategorie ins Finale kamen.

Jule ist durchweg zufrieden mit ihrer Leistung: “Ich habe viel Kampfgeist gezeigt und wurde immer kräftig angefeuert, was mich jedes Mal aufs Neue unglaublich motiviert.”

Die erste Qualiroute war mit vielen kleinen Volumen bestückt, sodass die Griffe teilweise auf dem Volumen etwas versteckt lagen und dadurch schwer zu finden waren. “Da habe ich mir schwer getan. Alles in allem war die Route jedoch sehr schön geschraubt, mit guten Griffen und schönen Abständen.”

Die zweite Qualiroute war überhängender, dafür jedoch mit großen, fünfeckigen Volumen, was den Züge etwas von ihrer “Kräftigkeit” nahm. “Dennoch war es für mich schwer, da ich auf den Volumen nicht so gut stand und mich dort mit den Beinen nicht so gut hochdrücken konnte. Das war sehr herausfordernd – hat aber gerade auch deswegen viel Spaß gemacht”, berichtet Jule voller Begeisterung.

DAV Erlangen | Parasportgruppe | Jule Breuning | Wettkampfklettern | Paraclimbing Cup und Master Uster (Schweiz) 2024 | Foto: J. Breuning

Ins Finale hat es die knapp 17-Jährige leider nicht geschafft – aber ein bemerkenswerter 4. Platz war drin! Dafür feuerte sie alle anderen Athlet*innen beim Kräftemessen in den Finals kräftig mit an.
Die Stimmung in diesem internationalen Umfeld sei wie immer super und sehr kameradschaftlich gewesen. “Alle fieberten bei allen mit, es war ein richtig cooles Event.”

Zum Ausklang des Wettkampfes ging es mit einigen anderen Kletter*innen zum gemeinsamen Abendessen in eine Pizzeria – schließlich mussten die leeren Energiespeicher wieder aufgefüllt werden!

Text: Karina Brock/DAV
Fotos: J. Breuning, Angela Fallegger