Der Qualifikationswettkampf zur Bayerischen Meisterschaft Lead am 2. Mai in Forchheim lief etwas chaotisch ab – aber aus Erlanger Sicht erfolgreich.
Die Organisatoren mussten mit krankheitsbedingten Ausfällen in ihren Reihen sowie bei den Routenbauern kämpfen. Zudem waren deutlich mehr Starter*innen vor Ort, als erwartet und der Halle gut getan hätte. Zum Glück konnte das Helferteam durch spontan helfende Hände erweitert werden, so dass der Wettkampf trotzdem stattfinden konnte. „Nichts desto trotz haben sich fast alle unsere Starter*innen für die nächste Runde, die Bayerische Meisterschaft, qualifiziert. Eine tolle Leistung vom ganzen Team“, resümiert Trainerin Milena Krämer.
Super Leistungen …
In der U15 konnten Johanna Marschall von Bieberstein und Sina Wiehn in beiden Touren bis fast ans Top klettern und wurden damit 6. und 7. – wohlgemerkt nach fünf Erstplatzierten mit gleicher Punktzahl!
„Ich fand den Wettkampf cool, die Routen waren gut geschraubt und haben Spaß gemacht“, fasst Johanna zusammen. Bei der ersten Route konnte sie trotz geschafftem letzten Zug das Seil nicht in den Umlenker einhängen, weshalb das Top leider nicht zählte. „Aber sonst bin ich eigentlich zufrieden.“
Für Alma Obermeier hätten die Routen länger sein dürfen, damit die schwierigen Stellen nicht zu sehr in Bodennähe sind. „Insgesamt waren die Touren schwer, aber abwechslungsreich“, auch wenn sie einen Überhang bei der U15 weiblich vermisste. „Man musste sich schon sehr konzentrieren, um nicht abzurutschen.“ Sie kämpfte sich die kurzen, schweren Touren gut hinauf und wurde 18., womit sieh sehr zufrieden ist.
… aber auch etwas Pech
Leider trifft manchmal auch ein schlechter Tag auf einen Wettkampftag, so ging es Sofie Grensing. Sie rutschte direkt am Start ab und konnte gar nicht zeigen, was sie eigentlich drauf hat (Platz 34).
Auch bei den U15-Jungs war die Konkurrenz hart, Philipp Karrasch sicherte sich mit dem 25. Platz gerade noch einen Startplatz bei der Bayerischen Meisterschaft Lead.
Weniger Chaos und ebenfalls gute Ergebnisse ab der U17
Bei den Älteren entspannte sich die Situation etwas, da weniger Personen gleichzeitig kletterten und durch weniger Athlet*innen die meisten ohnehin für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert waren. In den steilen Touren war hier vor allem Athletik gefragt.
Nike Jäger holte sich in der weiblichen U17 den 2. Platz, Paula Karrasch wurde 6., Aurelia Bittorf folgt auf Platz 8.
Paula und auch Nike fanden die Touren richtig gut. „Allerdings war der Samstag irgendwie nicht so mein Tag und ich bin in meiner ersten Tour unerwartet früh gefallen, was sehr schade war“, meinte Paula hinterher. Aber sie hadert nicht mit ihrer Leistung: „Es gibt auch mal nicht so gute Tage. Ich freue mich jetzt die Bayerische.“ Dort will sie wieder alles geben, denn die Quali hat ihr gezeigt, dass sie es eigentlich drauf hat.
Nike ist natürlich vollauf glücklich mit ihrer Platzierung und hat die Atmosphäre in der Halle als sehr positiv erlebt, auch wenn es etwas voll und unübersichtlich gewesen sei. „Mir hat vor allem die erste Tour Spaß gemacht.“
Vorfreude auf die Bayerische Meisterschaft
Aurelia ist dafür nicht so wirklich zufrieden mit ihrem Abschneiden. „Ich habe nicht so viel Lead trainiert und hatte dadurch auch keine hohen Erwartungen.“ Sie war recht nervös vor der ersten Route, gibt sie zu. Diese lief dann aber überraschend gut, was den Kopf etwas freier werden ließ. „Als ich in die zweite Tour eingestiegen bin, war ich viel sicherer.“ Sie bestand aus weiten Zügen im Überhang: „Sowas kann ich.“ Trotzdem fiel Aurelia zu früh, an einer aus ihrer Sicht nicht sehr schweren Stelle, was sie dann ärgerte. „Ich habe zu viel nachgedacht, normalerweise hätte ich den Zug geschafft.“
Insgesamt fand sie die Routen in allen Altersklassen durchaus schwer geschraubt und speziell bei den U17-Mädels leider etwas einseitig. „Wir hatten für beide Touren das gleiche Griffset.“ Trotzdem hatte sie Spaß beim Wettkampf, bei dem sie auch merkte, wo sie gerade leistungsmäßig steht. „Und dass ich trotz der verpatzten Route immer noch den 8. Platz gemacht habe, zeigt mir, dass die Bayerische gut werden kann.“
Auch die Jungs schaffen die Quali
Die erste Tour der U17-Jungs hatte einen schweren, platten Start, so dass nur wenige überhaupt zur dritten Exe gekommen sind, berichtet Felix Bezold. „Die anderen Touren waren aber gut geschraubt.“ Er erreichte einen mehr als zufriedenstellenden 6. Platz.
Julius Schminke landete mit Platz 8 in der U21 ebenfalls in den Top Ten.
Hier geht’s zum offiziellen Nachbericht des Bergsportfachverbands.
Text: Milena Krämer / Karina Brock (DAV Erlangen)
Fotos: Ben Zimmer, Mikhail Mishan


















