Sonntagnachmittag wurde es zeitweise recht heiß, aber im Großen und Ganzen hat sich der DAV Erlangen in diesem Jahr mit dem 9. und 10. Mai wettertechnisch ein prima Wochenende ausgesucht für seinen großen, offenen Boulderwettbewerb. Und so boulderten zweit Tage lang wieder Menschen aus Erlangen, Nürnberg, Bayreuth und Umgebung – das Einzugsgebiet reicht weit über Erlangen und inzwischen sogar über die Grenzen Frankens hinaus – mit unserem markanten Strichmännchen auf dem Rücken um Punkte und tolle Preise (herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle unseren Eventpartnern!).

Der Samstag gehörte den Erwachsenen

Wenn mehrere Hände gebraucht werden, legen schon auch mal die Starter mit Hand an. Foto: J. Stegmaier

Wenn mehrere Hände gebraucht werden, legen schon auch mal die Starter mit Hand an. Foto: J. Stegmaier

Wie jedes Jahr waren die Startplätze schnell vergeben: Am Samstag traten bei den Damen Ü17 zehn Teilnehmerinnen gegen einander an, bei den Herren Ü17 waren es 24, die Damen Ü40 waren zu sechst und die Herren Ü40 mausern sich mit 15 Startern inzwischen zur zweitgrößten Gruppe.

Die Stimmung war wie immer kameradschaftlich und freudig, die Leute boulderten gemeinsam, manche mit mehr, andere mit weniger Ehrgeiz, aber alle mit viel Spaß bei der Sache. Die Boulder von Tobi Hanika und dem ganzen fleißigen Schrauber*innen-Team wurden sehr gelobt, auch wenn – oder vielleicht auch gerade weil – die Probleme zum Teil offenbar knackiger waren als im Vorjahr.

Spannende Finalrunden

Höhepunkt des Tages war wie immer das packende Finale, in dem die Finalist*innen nochmals die Kraftreserven mobilisieren und ihr Kreativität und Technik unter Beweis stellen mussten.

Die Damen 40+ verzichteten auf ihr Finale und ließen einfach die Quali-Wertung entscheiden: Christiane Klietz wurde wie im Vorjahr 1., auf dem 2. Platz folgte Carina Küken und Gabi Andres holte sich zum wiederholten mal den 3. Treppchenplatz.

Bei allen anderen ging es nochmal ans Eingemachte. Die Sportler*innen feuerten sich gegenseitig an und auch die Zuschauenden trieben die Boulder*innen im Finale zu Höchstleistungen an.

Die Treppchenplatzierten

Nils Wolfbauer verteidigte seinen Stadtmeisterschaftstitel der Ü40-Herren aus dem Vorjahr und ließ damit den sehr starken Peteris Vilcins – die beiden waren punktgleich ins Finale eingezogen – sowie Roland Göbel auf den Plätzen 2 und 3 hinter sich.

In der Gruppe der Erwachsenen unter 40 verbesserte sich Cécile Theiner im Finale von einem 3. Platz in der Quali auf Platz 1. Ihr folgten Lea Andres und Helena Bezold.

Bei den Herren siegte mit Kurt Hammer mal wieder ein Erlanger Eigengewächs. Er verwies damit die ebenfalls sehr starken Moritz Hanika und Moritz Hage auf die Plätze 2 und 3.

Starker Nachwuchs: Am Sonntag waren Kindern und Jugendliche dran

Der Sonntag stand wieder im Zeichen des Kletternachwuchses: Rund 100 Kinder und Jugendliche in fünf Altersklassen waren am Start.
Von den Jüngsten (U9) bis zur U17 wurde ehrgeizig, aber mit viel Freude gebouldert.

Stark vertreten war der Erlanger Wettkampfkader und da zudem einige aus dem DAV-Wettkampf-Team als Schiris fungierten, kam schon bei den „Kleinen“ das Fachsimpeln und kameradschaftliche Beisammensein nicht zu kurz. Es war schön zu sehen, dass auch 15-Jährige ihren wesentlich jüngeren Teamkolleg*innen auf Augenhöhe begegnen, sie anfeuern oder sich im Gegenzug wiederum deren Tipps anhören und sich unterstützen lassen.

Siegerehrungen gab es nach jeder Wertungsgruppe, wobei in der U9 und U11 noch kein Finale geklettert wird. Hier holten sich Marlene Dorscht, Lisa Bauer und Annika Göbel die ersten Plätze bei den U9-Mädels, Michel Perschmann und Kaio Fynn Rua Vargas boulderten bei den U9-Jungs punktgleich auf Platz 1 und Robin Strauss ergatterte den 3. Platz.

In der U11 stand Lilli Perschmann ganz oben auf dem Treppchen, auf Platz 2 und 3 folgten Mathilda Lehmann und Theresa Karich. Frido Maderer holte sich bei den U11-Jungs Platz 1 vor Tobias Hartmann und Louis Vannuffelen Ding.

Die Altersklasse mit den meisten Starter*innen war die U13. Hier kämpften 14 Jungs und zwölf Mädchen um die meisten Boulderpunkte.

Nach der Quali teilten sich bei den Mädchen Marlene Karbacher, Emma Beck und Lilli Krug punktgleich den 3. Platz, weshalb es gleich fünf Finalistinnen gab. Von diesen dreien holte sich Marlene Karbacher mit dem 3. Platz das Treppchen, auf Platz 2 stand Liv Kraft und Siegerin wurde Isabella Bittorf aus der DAV-Erlangen-Wettkampfjugend.

Bei den Jungs siegte Maximilian Fraunholz vor Emil Kampf und Jonah Schulz, die ebenfalls beide im Trikot des DAV Erlangen an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen.

Entspannter Nachmittag

Den Abschluss des Tages bildeten die Wertungsrunden der U15 und U17. Nachdem sich hier nicht so viele Teilnehmende gemeldet hatten, konnten Schiris und Helfer*innen den Nachmittag eher entspannt angehen und auch die Wettkämpfer*innen hatten genug Zeit, alle Boulder abzuhaken.

Bei den U15-Mädchen standen mit Johanna Marschall von Bieberstein und Sina Wiehn mit einem geteilten 2. Platz wieder zwei Erlanger Wettkampf-Damen auf dem Podest. Den Sieg mussten sie ihrer ehemaligen Teamkollegin Paula Perschmann überlassen, die nach der letzten Saison nach Bayreuth wechselte. Sie holte in der Quali fünf Punkte mehr als die beiden Konkurrentinnen und da der wirklich schwere Finalboulder keiner der dreien Punkte einbrachte, blieb die Platzierung aus der Qualifikation bestehen.

Ebenfalls punktgleich zogen Jonas Letsch und Levi Reusch bei der U15 ins Finale ein. Hier konnte Jonas Letsch jedoch die Zone halten, was Levi Reusch nicht gelang, und holte sich damit den 1.Platz. 3. wurde Benedict Popp.

In der U17 waren nur drei Mädchen gemeldet: Paula Karrasch und Aurelia Bittorf aus Erlangen belegten die ersten beiden Plätze, Emily Schramm wurde 3.

Bei den Jungs holte sich Felix Bezold – seit dieser Saison ebenfalls Teil des Erlanger Wettkampfteams – souverän den 1. Platz vor Luc Schöffl und Ivan Miskin.

Der Bergschmankerl-Snack-Stand war wie immer gut frequentiert bei den Stadtmeisterschaften im Bouldern. Foto: K. BrockSehr gut frequentiert war an beiden Tagen der Snack-Stand von den DAV Bergschmankerln unter der Leitung von Susi Forster, der wieder für eine super leckere Verpflegung von Teilnehmenden, Zuschauenden und Helfenden sorgte: Ob Brownies oder Rhabarber-Kuchen, Basilikum-Muffins oder Zwiebelkuchen, belegten Brezeln oder einfach nur Kaffee – wer bei diesem Angebot nicht fündig wurde, dem war nicht zu helfen.

Neu war in diesem Jahr, dass aus Nachhaltigkeitsgründen die Teilnehmenden, wenn sie wollten, im Wettkampfshirt vom Vorjahr bouldern durften. Die T-Shirts von 2026 blieben in Design und Farbe gleich gegenüber denen von 2025. Und so kamen einige Startende tatsächlich in ihren Vorjahresshirts, um diese wieder zu verwenden – Danke dafür!

Ein großer Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer*innen - ohne sie wären Veranstaltungen wie die Stadtmeisterschaften undenkbar. Foto: K. Brock

Ein riesiger Dank geht außerdem an alle Helfenden im Hinter- und Vordergrund, an Kuchenspender*innen, Startende, Zuschauer*innen und Gäste und nicht zuletzt an alle, die am Ende noch mit angepackt haben, damit das Boulderzentrum schon am Sonntagabend wieder aussah, als wäre nie etwas gewesen. Danke euch allen für dieses tolle, sportlich faire und gelungene Wochenende!

Hier können alle Ergebnislisten eingesehen werden.

Text: Karina Brock / DAV Erlangen
Fotos: Jakob Stegmaier, Karina Brock