Die Bayerische Meisterschaft Lead in Landshut (16. Mai) ging aus Erlanger Sicht mit hervorragenden Ergebnissen über die Bühne.

Der Tag war lang für die jungen Athlet*innen, das Wetter wechselhaft von wirklich kalt bis sonnig warm – was in den Routen im Außenbereich durchaus einen Unterschied machte: „Eine der Quali-Touren war draußen. Da wurden die Finger sehr kalt“, erinnert sich Nike Jäger.

Nike Jäger holte den Bayerischen Meistertitel der U17-Mädchen nach Erlangen! Foto: Kroha Sports

Nike Jäger holte den Bayerischen Meistertitel der U17-Mädchen nach Erlangen! Foto: Kroha Sports

Trotzdem erbrachte das Erlanger Team eine starke Leistung: Von neun Starter*innen schafften es fünf ins Finale und zwei dann auch gleich wieder aufs Treppchen: Nike Jäger (1.) und Paula Karrasch (2.) holten sich den Meister- bzw. Vizemeistertitel in der U17!

Harte Routen, starke Kletter*innen

„Es lief richtig gut bei mir. Die Finalroute war hart, aber geil geschraubt und hat Spaß gemacht“, resümiert Nike.

„Ich habe in der ersten Tour meine Finger kaum gespürt, weil sie so kalt waren“, berichtet Paula. Es wurde dann aber besser und Paula zog als 5. ins Finale ein – trotz einer kurzen Schrecksekunde: „Ich bin mit dem Fuß geslippt und hatte kurz Angst, dass es vorbei wäre, konnte mich aber zum Glück noch halten.“

Die Finalroute sah dann leichter aus, als sie war: „Nicht wirklich gute Griffe, jeder Zug wackelig.“ Trotzdem hat den Mädchen die Kletterei Spaß gemacht, da die Tour „schöne und lustige Züge hatte, die einen auch echt herausforderten“, so Paula.

Als sie fiel, konnte sie ihre Leistung noch nicht einschätzen, weil sie nicht sehr weit gekommen war – aber alle außer Nike fielen noch früher, weshalb sie den 2. Platz ergatterte. „Und damit auch einen fix Platz für die DJCs und den Arge Alp Cup, was mich besonders freut.“

„Das Startfeld ist in allen Jahrgängen und Geschlechtern sehr stark und sehr nah beieinander“, hebt Trainerin Milena Krämer hervor. Umso stolzer können die Jugendlichen auf sich sein.

Zwei Finalistinnen in der U15

In der U15 erkämpfte sich eine starke Sina Wiehn gemeinsam mit Teamkollegin Johanna Marschall von Bieberstein ebenfalls den Einzug ins Finale und wurde 9. Johanna holte sich Platz 10. „Ich bin glücklich mit dem 10. Platz, auch wenn ich im Finale besser hätte sein können“, zeigt sich Johanna selbstkritisch.

Alma Obermeier konnte ihr Können auch abrufen und landete mit dem 13. Platz in der vorderen Hälfte ihrer Startgruppe.

Philipp Karrasch wurde in einem bockelharten Teilnehmerfeld 19. in der U15 der Jungen und Felix Bezold in der U17 nach nur einem Jahr Lead-Training direkt 9.
„Ich habe mich trotzdem etwas geärgert“, gibt Felix zu. „Ich hätte in der ersten Tour mehr schaffen können – mit nur zwei Griffen weiter wäre ich im Finale gewesen!“ Die 2. Quali-Route gefiel ihm, jedoch war sie zu einfach geschraubt, so dass sie das Feld nicht großartig differenzierte.

Gemischte Gefühle bei Aurelia Bittorf

„Bei Aurelia wäre sicher mehr drin gewesen, sie hatte leider das Pech der zuerst Startenden“, meinte Trainerin Milena. Aurelia wurde 8. bei den U17-Mädels, womit sie selbst nicht super zufrieden ist. „Ich musste als Erste starten und hatte die Route nicht so ganz verstanden.“ Dadurch knobelte sie zu lange an einem Zug und fiel bereits an der 3. Exe.
Dafür lief ihre zweite Quali-Route gut, die sie fast toppen konnte. „Danach habe ich mir schon etwas Hoffnung aufs Finale gemacht, weil es hieß, dass vielleicht acht weiterkommen.“ Das Finale machten aber am Ende die besten sechs unter sich aus, „da war ich schon bisschen traurig, weil ich weiß, dass ich’s eigentlich besser kann“.
Trotzdem ist Aurelia stolz auf ihre Leistung, zudem hatte sie Spaß und freut sich über die tollen Platzierungen ihrer Teamkolleginnen.

Zurecht stolz ist auch Julius Schminke. Er zog in der U21 ins Finale ein und erkletterte sich dort Platz 7.

Einig waren sich die Sportler*innen sowie Trainerin Milena Krämer auf jeden Fall in einem: „Es war ein toller Wettkampf, der großen Spaß gemacht hat, mit sehr schönen, technisch anspruchsvollen Touren.“