Über 100 Mitglieder fanden sich am 30. Oktober zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des DAV Erlangen in der DAV Sparkassen Bergwelt ein sowie eine Dame, die das noch werden möchte. Bei einem Verein mit über 12.000 Mitgliedern keine große Zahl – dennoch mehr, als so manches Jahr zuvor.
Grund war möglicherweise ein Antrag zu einem schon vor drei Jahren emotional diskutierten Thema: Es ging wieder mal um Fleischkonsum versus Klimaschutz, Vorbildfunktion des Vereins versus Verbotspolitik.

Volles Haus: Über 100 Mitglieder nahmen in diesem Jahr an der Jahreshauptversammlung des DAV Erlangen teil. Foto: A. Link
Verein wächst weiter
Zunächst begrüßte 1. Vorsitzender Kai Lenfert jedoch alle Anwesenden und berichtete wie jedes Jahr über die Entwicklung des Vereins, der zwar nicht mehr so schnell, aber nach wie vor wächst: Im Jahr 2024 konnte ein Mitgliederzuwachs von 379 Menschen verzeichnet werden. „Aber Eintritt und dann Austritt erst mit dem Tod – diese Zeiten sind vorbei“, meinte Lenfert plakativ. Nicht nur im DAV Erlangen sei es inzwischen gang und gäbe, dass die Menschen auch mal nur für einen Bergurlaub eintreten und hinterher wieder aus. „Daher haben wir durchaus viele Austritte zu verzeichnen, aber noch überwiegen die Eintritte“, was zeige, dass die Sektion nach wie vor sehr attraktiv sei.
Verabschiedung von zwei verdienten Ehrenamtlichen

1. Vorsitzender Kai Lenfert verabschiedet Tobias Hanika als Jugendreferent.
Bevor die jeweiligen Verantwortlichen über die verschiedenen Anlagen der Sektion berichteten, wurden noch zwei Ehrenamtliche für ihr Engagement geehrt und aus ihren Ämtern verabschiedet.
Den Anfang machte Tobias Hanika, der schon lange und an verschiedenen Stellen in der Sektion aktiv ist. Zuletzt hatte er neben seiner Mithilfe im Boulderzentrum, bei diversen Veranstaltungen, dem Anfertigen von Holzgriffen für die beiden Kletteranlagen, dem Führen einer Jugendgruppe sowie vielen weiteren Tätigkeiten das Amt des Jugendreferenten und in dieser Funktion gleichzeitig das eines geschäftsführenden Vorstands inne. Letzteres legte er aus beruflichen Gründen nun ab und gibt den Staffelstab an Ole Lück weiter, der im Rahmen der Jugendvollversammlung bereits zum neuen Jugendreferenten gewählt und später während der Jahreshauptversammlung noch als solcher bestätigt wurde. „Lieber Tobias, vielen herzlichen Dank für dein unglaubliches Engagement“, sagte Kai Lenfert.

Guido Köstermeyer bedankt sich bei Burkard Müller für sein jahrzehntelanges Engagement. Foto: A. Link
Tobi meinte lapidar: „Na, ich bin ja nicht weg.“
Ebenfalls verabschiedet wurde Burkard Müller, der über Jahrzehnte hinweg die Felspatenschaft für den Rodenstein inne hatte sowie über 120 Kletterrouten saniert und über 100 neu erschlossen hat. „Er gehört zu der Kategorie von Ehrenamtlichen, die nicht so sichtbar sind. Aber er hat das Klettern in der Fränkischen Schweiz nachhaltig mitgeprägt“, würdigte 2. Vorsitzender Guido Köstermeyer „Burkis“ Leistungen und machte im gleichen Atemzug Werbung für das nun vakante Amt des Felspaten.
Spannendes Jahr im DAV Boulderzentrum

Claudia Bezold berichtet über die Umbaumaßnahmen im DAV Boulderzentrum.
Claudia Bezold, die sportliche Leiterin der Sektion und hauptverantwortlich für das DAV Boulderzentrum, berichtete vom umfangreichen Umbau des Innenbereichs, der kurz vor der Versammlung größtenteils abgeschlossen war. „Früher standen wir finanziell sehr gut da, das hat sich mit den ganzen Hallen, die in den letzten Jahren aus dem Boden schossen leider relativiert.“ Es wurde schwieriger, kletteraffine Menschen ins kultige Herz des DAV Erlangen zu locken mit all der modernen Konkurrenz. Nach 25 Jahren war es daher an der Zeit, größer zu investieren.
„Dank der großen Spendenbereitschaft, die für uns ein deutliches Zeichen für das Boulderzentrum war, konnten wir diesen Umbau stemmen“, bedankte sich Bezold bei allen Unterstützer*innen. Nicht zu vergessen die vielen Stunden Eigenleistung durch Ehrenamtliche: „Der Schwerpunkt liegt auch beim Betrieb des Boulderzentrums nach wie vor auf der Ehrenamtlichkeit“, betonte sie. So werde fürs Routenbau-Team zum Beispiel nach wie vor Verstärkung gesucht.
Bergwelt verzeichnet gute Entwicklung
Torsten Silberhorn, Betriebsleiter der DAV Sparkassen Bergwelt, stieg in seinen Bericht mit einem Lob an seine Mann- und Frauschaft ein, allen voran Antje Hammer, die das Bergwelt Bistro mit viel Kreativität und Engagement managt. So konnten die Bistro-Einnahmen innerhalb des letzten Jahres deutlich gesteigert werden, ebenso wie die Besucherzahlen der Kletterhalle.

Torsten Silberhorn ist zufrieden mit der Entwicklung der Sparkassen Bergwelt.
„Besonders freut uns, dass wir nach fast fünf Jahren des Betriebs nicht mehr mitten in einer Baustelle sitzen, da sowohl das Familienzentrum auf der einen als auch die Sporthalle auf der anderen Seite ihren Betrieb aufgenommen haben.“ Wann jedoch der Parkplatz endlich fertig sein wird, stehe noch in den Sternen.
Die Veranstaltungs-Highlights in den beiden Kletterzentren waren unter anderem die Ausrichtung der Bayerische Meisterschaften im Lead Klettern, die große Fachtagung Therapeutisches Klettern und ein Beitrag zur Langen Nacht der Wissenschaften in der Bergwelt sowie die Stadtmeisterschaften im Bouldern im Boulderzentrum.
„Unser Hütte inmitten der Stadt hat sich sehr gut entwickelt – ebenso wie unser kultiges Boulderzentrum, das schon seit Jahrzehnten Treffpunkt für die Jugend, Anziehungspunkt für kletternde Mitglieder und Kursort für die Sektion ist“, so Kai Lenfert abschließend.
Erlanger Hütte: Investitionen unausweichlich

Antje Hammer erklärt, welche Investitionen rund um die Erlanger Hütte anstehen. Foto: A. Link
Der Bericht von Hüttenreferentin Antje Hammer drehte sich vor allem um die anstehenden Investitionen rund um die Erlanger Hütte. „Die Genehmigung für unsere Biokläranlage läuft aus. Um sie wieder zu bekommen, müssen wir weitere Umweltschutzauflagen erfüllen.“ Dazu müsse die Kläranlage erweitert werden, was jedoch vom Land Tirol großzügig gefördert wird.
Finanziell schwieriger gestaltet sich die Sanierung der Druckleitung vom Wettersee, die für Trinkwasser und Strom auf der Hütte sorgt. „Hier müssen wir im schlimmsten Fall mit Kosten von um die 346.000 Euro rechnen, wobei die verschiedenen möglichen Förderungen noch nicht auf festen Füßen stehen.“ Zudem müsse das Fundament des Wasserkraftwerks erneuert werden. Besondere Herausforderung: Diese Sanierungen müssen bei laufendem Betrieb über die Bühne gehen, weil solche Arbeiten auf der Höhe von 2550 Metern nicht in den Wintermonaten erledigt werden können. Da die Finanzierung noch nicht in trockenen Tüchern ist, wird sich die Ausführung dieses Projekts wohl noch hinziehen. „Wir sind daher auch bei diesem Projekt auf Ihre Spenden angewiesen“, wendet sich Hammer an die Mitglieder.
Falkenberghaus: Der Teufel liegt im Detail

Harte Fakten: Das Falkenberghaus wird dem Verein wahrscheinlich nicht erhalten bleiben, meint Matthias Kress. Foto: A. Link
Längst abgeschlossen sein sollte das Thema Falkenberghaus, über das schon in der Jahreshauptversammlung 2024 diskutiert wurde. „Wir wollten ja schon im Frühling eine außerordentliche Versammlung dazu einberufen“, erinnerte Falkenberghausreferent Matthias Kress.
Um das Falkenberghaus auf aktuellen Stand halten zu können, müssten wir in den nächsten zwei bis drei Jahren etwa 250.000 Euro in das Haus investieren. „Und dann ist noch nichts erneuert oder saniert“, so Kress. Ein Projektkreis hat außerdem eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt unter der Betrachtung möglicher Nutzungen. Versuchsweise wurde das Haus auch zum Verkauf ausgeschrieben. „Wir hatten durchaus Interessenten, aber da eine private Nutzung ausgeschlossen ist, war am Ende kein wirklich ernsthaft mögliches Angebot dabei.“
Kress blickte zurück: „Die eigentliche Idee des Hauses als Außenstelle der Sektion hat sich nicht durchgesetzt. Gruppen und Mitglieder nutzten das Falkenberghaus nur bedingt.“ Hinzu kämen zu wenig ehrenamtliches Engagement, eine geringe emotionale Bindung der Sektionsmitglieder an die Liegenschaft sowie ein zu hoher Quersubventionierungsbedarf. „Und das, wo wir an anderen Stellen ebenfalls viele Verpflichtungen haben. Wir sollten uns auf die Angebote konzentrieren, die von der Mehrheit der Mitglieder angenommen werden.“ Kress sprach sich dafür aus, den Verkauf weiterzuverfolgen.
Der Arbeitsauftrag an den Vorstand hat sich also gegenüber der letzten HV nicht geändert: „Wir haben die Grundlagen für eine finale Entscheidung noch nicht geschaffen“, so Kai Lenfert. Die Hütte ist gesichert, aber nicht nutzbar, das heißt, sie wird weiterhin 2026 geschlossen bleiben.
Überschuss „nicht zum auf den Kopf hauen“

Schatzmeister Rajeen Ravichandran legt die Bilanz vor. Foto: A. Link
Der im vergangenen Jahr neu gewählte Schatzmeister Rajeen Ravichandran legte Rechenschaft über die Kasse ab. „Wir haben das Jahr besser abgeschlossen, als erwartet.“ Der Verein schreibe schwarze Zahlen. Er wies aber darauf hin, dass bei allen Einnahmen – gerade bei denen aus den Mitgliedsbeiträgen – beachtet werden müsse, dass 40% dieser Beiträge an den Dachverband abgehen und der Rest für die Tilgung von Zinsen und Darlehen, die zum Bau der Sparkassen Bergwelt aufgenommen wurden, sowie für laufende Kosten und notwendige Investitionen in allen Bereichen des Vereins ausreichen muss. „Wir haben aktuell weniger liquide Mittel, als im Vorjahr, dafür konnten wir ein großes Darlehen tilgen.“

Kassenprüferin Lisa Hristschenko
Kassenprüferin Lisa Hristschenko berichtete, dass sie gemeinsam mit Christian Brüderlein die Kassenführung geprüft hat. „Es gab keinerlei Beanstandung.“ Der Vorstand wurde entlastet und das Budget für 2026 mehrheitlich angenommen.
Einige neue Gesichter
Per Akklamation fanden die Nachwahlen statt: Martin Niewerth, der sich nach der Versammlung 2024 bereit erklärte, als Schriftführer in den Vorstand einzutreten und das Amt seitdem kommissarisch ausfüllt, wurde ebenso gewählt, wie Ole Lück als Jugendreferent.
Im Beirat übernimmt Jochen Kespohl das Amt für die Outdoorgruppe und Dana Brüderlein löst Andreas Pongratz bei den Friends & Bolts ab.

Strahlt vor Freude über die Ehre: Detlef Baehr wird zum Ehrenmitglied der DAV Sektion Erlangen ernannt. Foto: A. Link
Ehrenmitgliedschaft für Detlef Baehr
Der erste der eingereichten Anträge war eine erfreuliche Angelegenheit: Der Vorstand selbst beantragte, Detlef Baehr für 40 Jahre sehr aktive Mitgliedschaft die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Vom Fachübungsleiter bis zum 1. Vorsitzenden, vom Materialwart bis zur Leitung des Baus des Boulderzentrums, von Mitarbeit im Bundesverband bis zum kompetenten Ansprechpartner beim Bau der DAV Sparkassen Bergwelt: „Ohne dich wär die Sektion heute nicht das, was sie ist“, würdigte Kai Lenfert.
Fleisch oder nicht Fleisch – das ist hier die Frage
Neue – oder eher alte? – Diskussionen entfachte der gemeinsame Antrag von Werner Frembs und Tobias Hanika. Es ging um die Aufhebung des Gebots von 2023, nur noch vegetarische Speisen innerhalb der Sektion anzubieten und zu fördern.

Werner Frembs und Tobi Hanika haben unterschiedliche Standpunkte in einem gemeinsamen Antrag formuliert.
„Wir haben einen guten Weg gefunden, unterschiedliche Standpunkte auf einen gemeinsamen Weg zu bringen“, fasste Frembs zusammen. So habe das Bistro – sollte der Antrag angenommen werden – die Möglichkeit, fleischhaltiges anzubieten, sofern das die Leitung wünsche. Zudem könnten Gruppen auch ihre Grillabende oder die Weihnachtsgans abrechnen. Dennoch bekenne sich der Verein zum Klimaschutz und solle als Signal mit gutem Beispiel voran gehen. Der Antrag brachte nämlich auch einen symbolischen „Klima-Euro“ als Aufpreis für fleischhaltige Speisen ins Spiel, der dann der Klima-AG für ihre Projekte zur Verfügung stehen soll.
Die darauf folgende Diskussion ähnelte der von 2023, wurde aber weniger emotional und konstruktiver geführt. Wieder wurden Argumente ausgetauscht, was Bevormundung bedeutet, warum Fleischverzehr nicht unbedingt klimaschädlich sein muss, dass man sich als Bergsportler eher um die klimaschonende Anreise und die Beanspruchung der Natur Gedanken machen sollte oder warum dieser kleine Verzicht eine große Signalwirkung haben kann.
Die Abstimmung über den Antrag erfolgte geheim und wurde mehrheitlich (63 zu 36) angenommen.
Der Folgeantrag über die Erweiterung des Speisenangebots im Bistro wurde nicht zugelassen, die Versammlung entschied sich dagegen. „Der vorherige Antrag beinhaltet diesen ja, indem dem Bistro nun wieder erlaubt ist, fleischhaltige Speisen anzubieten“, erklärte Kai Lenfert.
Herausforderungen im Leistungsklettern
Zwei „Kletter-Papas“, Alexander Grensing und Felix Karrasch, hatten einen Antrag auf Förderung des Nachwuchs- und Leistungskletterns eingebracht. Genau genommen sollte die Versammlung beschließen, einen Förderverein zu gründen, da die (finanziellen) Herausforderungen für den Kletternachwuchs und ihre Familien immer weiter steigen.

Alexander Grensing und Felix Karrasch ist es ein Anliegen, den Leistungskletternachwuchs der Sektion besser zur fördern. Foto: A. Link
„Das ist leider nicht satzungsgemäß, da wir nicht beschließen können, einen Verein zu gründen“, erklärte Guido Köstermeyer. Ein Verein kann sich jederzeit gründen, aber es kann nicht per Hauptversammlungsbeschluss angeordnet werden.
Dennoch durften Grensing und Karrasch ihr Anliegen darlegen, denn dem Verein ist sein Nachwuchs wichtig und die Thematik ist vielen Mitgliedern so nicht bekannt.
Aktuell gehören etwa 20 Kinder und Jugendliche dem Nachwuchs- und Wettkampfkader der Sektion an. „Sie stellen den DAV Erlangen extrem gut dar, erkämpfen sich Treppchenplätze und bringen sehr gute Leistungen“, legte Karrasch dar. Die Professionalisierung des Klettersports ist in den vergangenen Jahren jedoch sprunghaft angestiegen, selbst im Grundschulalter reichen zwei Trainings pro Woche nicht mehr aus, um „oben mitzuspielen“. Mehr Trainingseinheiten bedeuten aber auch mehr Kosten – durch Halleneintritte, Materialverschließ, Fahrtkosten…
„Wir wollen, dass die Kinder in der Sektion bleiben, sonst leisten wir hier eine tolle Nachwuchsarbeit – was die Trainer und Trainerinnen zweifelsohne tun – und die Kinder wandern nach einigen Jahren in andere Sektionen ab, wo sie vielleicht eine bessere Förderung erhalten.“
Der Vorstand will sich nun gemeinsam mit dem Wettkampfreferat und den Eltern an einen Tisch setzen, um bessere Fördermöglichkeiten zu eruieren.
Aktives Vereinsleben: Kurzberichte der Gruppen und Referate
Traditionell bildeten die Berichte aus den vielen Gruppen und Referaten der Sektion den Abschluss der Jahreshauptversammlung. Trainer David Münch bedankte sich stellvertretend für Ausbildungsreferent Rudi Grave bei den rund 100 Fachübungsleiter*innen und „Kümmerin“ Claudia Bezold, ohne die das vielfältige Kursprogramm nicht möglich wäre. „Wir sind nach wie vor auf der Suche nach Trainer*innen, da vor allem die Hoch- und Skitouren hoffnungslos überbucht sind.“
Norbert Hellpoldt berichtete für die Bergsteigergruppe von den Aktivitäten im vergangenen Jahr, Stefan Linke (Wegereferent Erlanger Hütte) blickte auf ein recht ruhiges Jahr auf den Wegen rund um die Erlanger Hütte zurück: „Wir hatten wenig Wegschäden – dafür nimmt der Schilder-Vandalismus zu. Was auch immer die Leute davon haben“, meinte er kopfschüttelnd.
Es folgten die Familiengruppe mit Dominik Thönnes und Dana Brüderlein von den Friends & Bolts, die ebenfalls ihr Jahr Revue passieren ließen.
Jutta Uhl erzählte vom ausgefüllten Jahr der Höhlengruppe, die sowohl wissenschaftliche Arbeit leistet als auch Familien mit Kindern in Höhlen führt. Sie forschten in Slowenien und richteten die große Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. aus. Nicht zuletzt lockte die Gruppe mit ihrem Programm für die Lange Nacht der Wissenschaften wieder zahlreiche Besucher in die DAV Sparkassen Bergwelt.
In den Jugendgruppen der JDAV können Mitglieder unter 27 Jahren mountainbiken, klettern, kochen, wandern und vieles mehr. Jugendreferentin Jule Stegner zählte sechs Gruppen auf, drei neue seien in Planung. Das Highlight im vergangenen Jahr: Die „Grip Challenge“, bei der die JDAV ein Budget von 5.000 Euro für neue Griffe für das DAV Boulderzentrum gewann!
Die Mountainbikegruppe war natürlich auf vielen Trails unterwegs, von denen Imke Wiedemann beispielhaft einige herauspickte. Auch die Outdoorgruppe ist immer wieder auf dem Rad unterwegs, aber ebenso auch zu Fuß oder auf Flüssen: „Jede Tour ist ein Highlight“, betonte der Vertreter von Beirat Jochen Kespohl.
Sascha Preisegger stellte die vielen Aktivitäten der Parasportgruppe dar und dankte den Ehrenamtlichen, ohne deren Unterstützung die Gruppe überhaupt nicht möglich wäre.
Die Querbeet-Freizeitgruppe mit ihren rund 150 Mitgliedern zwischen 50 und 85 Jahren ist sehr viel unterwegs. Katharina von Essen berichtete von vielseitigen Ausflügen und Touren, denn es sei immer „eine Herausforderung, alle Altersklassen glücklich zu machen“.
Vor allem im Winter ist natürlich die Skitourengruppe unterwegs, wie Jürgen Woellert darstellte. Als ein Highlight der letzten Saison bezeichnete er den sehr aufschlussreichen Erste-Hilfe-Kurs zum Thema Lawinenabgänge, die die Gruppe bei der Bergwacht des BRK absolvierte.
Die Alpine Bibliothek wird gerne genutzt, wusste Vereinsmanager André Ulrich zu berichten. Das Team um Referentin Kristina Neumann, die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Gudrun Fink und Julia Gutjahr sowie Alexander Link als ehrenamtliche Aushilfe ist immer bestrebt, das Angebot aktuell und attraktiv zu halten.
Seit zwei Jahren hat Jorgos Megos das Vortragsreferat unter seinen Fittichen. „Anfangs dachte ich, es sein ein Problem, an gute Referenten zu kommen.“ Leider liege das Problem eher bei zu geringen Besucherzahlen. Nachdem er einige Änderungen vorgenommen hat, sei es besser geworden. Dennoch würden den hochwertigen Vorträgen mit tollen Referenten noch mehr Besucher gut zu Gesicht stehen: „Der Eintritt ist frei und man muss kein Mitglied sein, um in den Genuss zu kommen“, machte er ein wenig Werbung.
Die Wandergruppe um Bernhard Lohwasser ist vor allem im näheren Umkreis unterwegs und bietet im rund zweiwöchentlichen Turnus eher kurze Wanderungen für Menschen über 60 Jahren an. Sollte jemand eine derartige Gruppe für jüngere Mitglieder aufbauen wollen, stehen Bernhard sowie André Ulrich gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Last but not least bekräftigte Christian Kettl für das Wettkampfreferat nochmals die Aussagen der beiden Väter früher in der Versammlung: „Es ist ein teurer Sport.“ Er lobte die jungen Kletter*innen, die auf regionaler, bayerischer und sogar deutscher Ebene sehr erfolgreich sind und den Verein nach außen super vertreten.
Nicht anwesend waren leider Vertreter*innen des Klimaschutzreferats sowie der Paddel– und der Sportklettergruppe, die ihre Aktivitäten somit leider nicht darstellen konnten.
Nach der Versammlung ging die eine oder andere Diskussion bei guter Verpflegung im Bergwelt Bistro weiter: Es wurden Geschichten und Meinungen ausgetauscht, geplaudert und gemütlich beisammen gesessen.
Text: Karina Brock/DAV Erlangen
Fotos: Alexander Link













































