Wegeerhaltung Erlanger Hütte

Nahezu jede Sektion des DAV betreibt ein sogenanntes Arbeitsgebiet, in dem die ausgewiesenen AV-Wege unterhalten und regelmäßig auf Begehbarkeit überprüft werden (müssen). Dies hat nicht zuletzt auch rechtliche Hintergründe, da der Wegehalter für den Zustand des Weges verantwortlich ist.

 

Die DAV-Sektion Erlangen ist in ihrem Arbeitsgebiet um die Erlanger Hütte herum zuständig für die Wege 911 (Lehnerjoch bis Übergang in den Forchheimer Weg am Überstieg ins Tumpental), 912 (Gehsteigalm bis zum Wildgrat) und 913 (Umhausen bis zur Erlanger Hütte). Jedes Jahr, meist zu Beginn der Saison im Juni werden durch ehrenamtliche Helfer die Wege kontrolliert und – wenn nötig – auch repariert. Am meisten Sorgen bereitete uns 2010 der große Bergsturz, der den Zufahrtsweg zur Materialseilbahn der Hütte unwiederbringlich zerstörte. Eine Lösung dafür ist nach wie vor nicht in Sicht, sodass die Hütte weiterhin mit Hubschrauber beliefert wird.

In der vergangenen Saison gab es glücklicherweise keine nennenswerten Vorkommnisse, auch dank der „Arbeitsgemeinschaft Wege im vorderen Ötztal“, zu der sich die angrenzenden Sektionen mit dem Tourismusverband zusammengeschlossen haben. Diese Solidargemeinschaft verfügt über notwendiges Gerät sowie fachkundiges Personal, um auch einmal schnell einzugreifen, wenn Wege durch unerwartete Vorkommnisse einer raschen Sanierung bedürfen. Leider hat sich aus dieser Solidargemeinschaft die Sektion Dortmund, deren Hütte direkt an der Autostraße ins Kühtai liegt, verabschiedet. Aber auch eine solche Sektion profitiert von einem gut funktionierenden Wegenetz in den angrenzenden Arbeitsgebieten. Wir Erlanger sind daher froh, dass es diese Arbeitsgemeinschaft gibt und leisten gerne unseren überschaubaren finanziellen Beitrag dazu. So können unsere wandernden Besucher auf zwar alpinen und schwierigen, aber gut gesicherten Wegen dem Bergsport nachgehen.

In dieser Saison ist eine Aufarbeitung des Zustiegs zum Fundusfeiler vonnöten. Der gehört gar nicht mehr zu unserem Arbeitsgebiet, aber trotzdem stellt er einen attraktiven Gipfel von der Erlanger Hütte aus dar. Hier ist die ARGE gefragt, denn einige Stellen übersteigen das ehrenamtliche Engagement weit und können nur von Fachkräften bearbeitet werden.

An dieser Stelle möchte ich gerne Werbung machen für das Amt des Wegewartes, das ich derzeit noch innehabe. Spätestens in drei Jahren, zu den nächsten Wahlen, möchte ich die Aufgabe abgeben. Vielleicht finden sich aber auch schon ab dieser Saison neue Interessierte, die an der Erhaltung unserer Zu- und Überstiege tatkräftig mitwirken möchten. Ich würde mich freuen!

Stefan Rieger

 
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