Von den Höhlen, wie wir sie insbesondere in Kalk- und
Dolomitgegenden oft genug vorfinden, geht eine eigenartige
Faszination aus. Vielleicht liegt es daran, dass sie den Zugang
zu einem Teil unserer Welt bieten, der uns sonst verborgen
bleibt: zu den Bereichen des Unterirdischen. Wer sich für
seltsame Spiele der Natur interessiert, wird in ihnen auf seine
Kosten kommen: Tropfsteine und unterirdisches Eis, aber auch die
eigenartigen Formen, die das unterirdische Wasser schafft
bizarre Felskulissen, vielfach ausgehöhlt und eingeschnitten.
Dazu kommt der ein wenig unheimliche Eindruck der ewigen
Dunkelheit und der Zeitlosigkeit, dem sich kaum jemand entziehen
kann. Was uns hier gefühlsmäßig deutlich wird, lässt sich aber
auch wissenschaftlich begründen und dadurch kommen wir zu einer
zweiten, beachtenswerten Seite der Höhlen: zu ihrer Bedeutung für
die Wissenschaft.
Quelle: BLV Höhlenführer; Die Höhlen Europas von V. Aellen und P.
Strinati)
2004:
Im letzten Jahr hat sich die Höhlengruppe des AV neu formiert.
Die Gruppe besteht derzeit aus 15 aktiven Mitgliedern. Wir
führten im Jahr 2004 25 Höhlentouren in der Fränkischen Schweiz,
drei Alpentouren und eine Wasserhöhlentour (Lamprechtsofen)
durch. Die Befahrung von Schachthöhlen haben wir erst am
Kletterfelsen und anschließend in geeigneten kleinen
Schachthöhlen geübt. In einer Kleinhöhle erlernten wir die
Vermessungstechnik von Höhlen. Weiter unternahmen wir mit der
Jungen Familie eine Höhlentour in die Höhle ohne Namen in
Steinamwasser und leiteten eine Gruppe der Kletterkinder in die
Schönsteinhöhle. Im November waren wir von Frau Kaulich beim
Höhlenkatasteramt eingeladen.
Das Höhlenkatasteramt von Nordbayern hat seinen Sitz in Nürnberg
in der Teutonenstraße.
Aktuell:
Das Jahr 2005 hat sehr spannend begonnen. Wir waren mit zwei
Mitgliedern des Tiroler Landesverbandes zur Forschung in den
Zillertaler Alpen unterwegs. Bei drei aufeinander folgenden
Tagestouren starteten wir von der Spannagelhütte aus
Forschungsexpeditionen in die derzeit 10 km lange Spannagelhöhle,
deren Eingang auf 2532 Meter Höhe liegt. Diese Höhle ist eine
Marmorhöhle und ein geschütztes Naturdenkmal. Der Eingangsbereich
wurde zu einer schönen Schauhöhle ausgebaut, in der man die
Besonderheiten einer Marmorhöhle betrachten kann. Wer mehr von
der Höhle sehen will, kann sich für 180 Euro zu einer
Höhlentrekkingtour in der Spannagelhütte anmelden. Expeditionen
außerhalb der geführten Trekkingtour werden nicht
genehmigt.
In Übereinkunft mit dem Tiroler Landesverband für Höhlenkunde
wird unsere Höhlengruppe dieses Jahr selbstständig mehrere
Forschungstouren in die entlegensten Teile der Höhle machen und
mithelfen, die Höhle weiter zu vermessen und zu dokumentieren. Um
einige üble Kletterstellen sicherer zu machen, werden wir
Stahlleitern in entsprechenden Längen zusammenbauen und in die
Höhle fest installieren.
2005:
Bis zum Erscheinen des neuen Heftes bildet sich die Gruppe in
einigen Themengebieten weiter aus. Dazu gehört ein
Erste-Hilfe-Kurs, der im Februar vom ASB Gräfenberg durchgeführt
wird und ein Trainingswochenende zum Üben der Schachttechnik und
der Grundkenntnisse der Partnerrettung in einer Turnhalle.
Zusätzlich erhalten wir von der Uni Erlangen einen
Einführungskurs in Fledermauskunde.
Klicken Sie auf Programm um
Details über unsere Unternehmungen zu erfahren.
Über unsere Aktion "mit dem Rollstuhl in die
Höhle" imformiert nachstehende Sendung des Bayrischen
Rundfunk
(für Media-Player, ca. 3 min/3 MB)